Bewertung:

Das Buch bietet eine faszinierende und leicht zugängliche Erkundung des Lebens der Frauen auf den Shetland-Inseln und verbindet Beispiele aus dem wirklichen Leben und solide wissenschaftliche Erkenntnisse mit einem ansprechenden Schreibstil. Allerdings beeinträchtigen Probleme mit der Druckgröße und dem Bindekomfort das Leseerlebnis für einige Leser.
Vorteile:Das Buch ist leicht zu lesen, sehr fesselnd und bietet aufschlussreiche Einblicke in das Leben der Frauen auf den Shetlandinseln. Es enthält reale Beispiele und ist gut recherchiert, was es sowohl für Gelegenheitsleser als auch für ernsthafte Forscher wertvoll macht. Der Humor und die Interviews tragen zum Vergnügen bei.
Nachteile:Das Druckformat ist zu klein und der Einband zu steif, so dass es für manche Leser unangenehm zu handhaben und zu lesen ist, was zu Rückgaben und Rückerstattungen geführt hat.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Myth and Materiality in a Woman's World: Shetland 1800-2000
Die Stellung der Frau in der Gesellschaft der Shetlands ist einzigartig. Auf dieser isolierten Inselgruppe im Norden Schottlands beherrschten Frauen 200 Jahre lang die Familie, die Wirtschaft und die kulturelle Vorstellung.
Hier waren die Frauen zahlenmäßig in der Überzahl und wirtschaftlich lebenswichtig. Sie sorgten für den Unterhalt von Familien und Gemeinschaften, weil die Männer abwesend waren. In ihrer Vorstellung konstruierten sie ein Selbstverständnis als "befreit", lange bevor der organisierte Feminismus erfunden wurde.
In diesem Buch wird untersucht, wie Shetland im neunzehnten Jahrhundert zu einem weiblichen Ort wurde. Jahrhundert zu einem weiblichen Ort wurde.
Trotz der nach außen hin erscheinenden Männlichkeit, deren zeitgenössische Identität sich immer noch auf die Heldentaten der Nordmänner beruft, verbarg dieses Land der Fischer und Seefahrer eine weibliche Lebensweise und Kultur, einen Ort, an dem die traditionellen Geschlechterrollen umgekehrt wurden. Es geht um die Möglichkeiten und Lebenserfahrungen von Frauen an einem Ort, an dem mehr Frauen arbeiteten und weniger heirateten als irgendwo sonst auf den britischen Inseln. Und es geht um die Beziehung zwischen Mythenbildung und historischem Material und um die Art und Weise, wie sich die Menschen auf dieser nördlichsten Inselgruppe der britischen Inseln ihre Vergangenheit vorgestellt haben.
Die Autorin rekonstruiert diese "Frauenwelt" aus Fragmenten kultureller Erfahrungen, die in schriftlichen und mündlichen Quellen festgehalten sind, und erforscht die Shetlandinseln anhand der materiellen Erfahrungen und persönlichen Zeugnisse ihrer Bewohner. Das Buch richtet sich an Wissenschaftler aus den Bereichen Sozial- und Kulturgeschichte, Sozialanthropologie, Gender und Frauenforschung.