Bewertung:

Das Buch „Financial Citizenship“ wird als umfangreicher Aufsatz kritisiert, dem es an ausreichend konkreten Beispielen fehlt, um seine Behauptungen zu untermauern, insbesondere im Hinblick auf die ethnografische Studie des Autors über die japanische Zentralbank. Der Rezensent argumentiert, dass der Autor zwar interessante Punkte anspricht, es aber versäumt, diese mit detaillierten Beweisen zu belegen, was zu einem Gefühl der Unvollständigkeit führt.
Vorteile:Das Buch behandelt wichtige und interessante Themen im Zusammenhang mit der Finanzbürgerschaft und der Kommunikation der Zentralbank. Es wirft nachdenklich stimmende Fragen über die Unabhängigkeit der Zentralbanken und ihre Beziehung zur Inflation auf.
Nachteile:Kritisiert wird, dass es dem Aufsatz an konkreten Beispielen mangelt, so dass viele Ideen nicht belegt werden. Ohne detaillierte Belege aus der erwähnten ethnografischen Studie wirkt die Diskussion unvollständig, und einige Argumente scheinen irreführend oder zu sehr vereinfacht, was die Rolle der Zentralbanker betrifft.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
Financial Citizenship: Experts, Publics, and the Politics of Central Banking
Staatliche Rettungsaktionen. Negative Zinssätze und Märkte, die sich nicht so verhalten, wie es die Wirtschaftsmodelle vorgeben.
Neue populistische und nationalistische Bewegungen, die Zentralbanken und Zentralbanker als Quelle des Unbehagens in der Bevölkerung ins Visier nehmen. Neue regionale Organisationen und geopolitische Zusammenschlüsse, die die Autorität über die Weltwirtschaft beanspruchen. Haushalte, Verbraucher und Arbeitnehmer, die mit einem zunehmend unerträglichen Maß an Ungleichheit konfrontiert sind.
Diese dramatischen Bedingungen scheinen nach einem neuen Verständnis der Ziele, Rollen und Herausforderungen der Zentralbanken und der Finanzpolitik im Allgemeinen zu rufen. Financial Citizenship zeigt auf, dass die Konflikte darüber, wer entscheiden darf, wie Zentralbanken all diese Dinge tun, und darüber, ob Zentralbanken in jedermanns Interesse handeln, wenn sie dies tun, zum großen Teil das Ergebnis eines Kulturkampfes zwischen Experten und den verschiedenen globalen Öffentlichkeiten sind, die ein Interesse daran haben, was Zentralbanken tun.
Experten - Zentralbanker, Regulierungsbehörden, Marktinsider und ihre akademischen Unterstützer - sind eine besondere Gemeinschaft, eine kulturelle Gruppe, die sich von vielen der Gemeinschaften unterscheidet, die die breite Öffentlichkeit ausmachen. Wenn die Kluft zwischen der Kultur der Regierenden und der Kultur der Regierten unüberwindbar wird, kommt es zu einer Legitimationskrise.
Dieses Buch ist ein Aufruf an uns alle - Experten und Öffentlichkeit gleichermaßen -, diese Legitimationskrise für unsere Volkswirtschaften und unsere Demokratien direkt anzugehen.