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Refugees in Twentieth-Century Britain
Diese zeitgemäße Geschichte untersucht die Einreise, Aufnahme und Umsiedlung von Flüchtlingen im Großbritannien des zwanzigsten Jahrhunderts.
Becky Taylor konzentriert sich auf vier Flüchtlingsgruppen - jüdische und andere Flüchtlinge vor dem Nationalsozialismus, Ungarn im Jahr 1956, ugandische Asiaten, die von Idi Amin vertrieben wurden, und vietnamesische „Bootsflüchtlinge“, die nach dem Fall von Saigon ankamen - und verknüpft die Flüchtlingsgeschichte geschickt mit zentralen Themen der Geschichte des modernen Großbritanniens. So zeigt sie, dass die Erfahrungen von Flüchtlingen nicht nur eine Randerscheinung waren, sondern für einige der wichtigsten Entwicklungen in der britischen Gesellschaft emblematisch waren.
Das Buch zeigt, dass die Aufnahme von Flüchtlingen in Großbritannien selten aus humanitären Gründen erfolgte, sondern vielmehr die Rolle von Großbritanniens internationalen Sorgen, Ängsten und Identitätsgefühlen spielte und wie die Aufnahme von Flüchtlingen von freiwilligen Bemühungen und dem sich wandelnden Charakter des Wohlfahrtsstaates geprägt war. Auf der Grundlage umfangreicher archivarischer Quellen bietet diese Studie eine überzeugende neue Perspektive auf die sich wandelnden Vorstellungen von Britentum und den Platz der „Außenseiter“ im modernen Großbritannien.