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Assembling Women: The Feminization of Global Manufacturing
Trotz des massiven Zustroms von Frauen in die Erwerbsbevölkerung im Zuge der Globalisierung sind die geschlechtsspezifischen Ungleichheiten am Arbeitsplatz weitgehend unverändert geblieben.
Dieses Buch befasst sich mit zwei damit zusammenhängenden Fragen: Was hat die Feminisierung der Produktionsarbeit in den Entwicklungsländern ausgelöst, und warum ist es nicht gelungen, die Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern am Arbeitsplatz deutlich zu verringern? Teri L. Caraway zeigt anhand von Fallstudien und eingehenden Analysen von Beschäftigungsveränderungen in Indonesien in Kombination mit länderübergreifenden Daten, dass die Feminisierung des Arbeitsplatzes durch die Industrialisierungspolitik die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung am Arbeitsplatz neu konfiguriert und reproduziert hat, anstatt sie aufzuheben.
Caraway stellt die herkömmliche Meinung in Frage, dass die exportorientierte Industrialisierung und die billige Arbeit von Frauen die treibenden Kräfte hinter der Feminisierung sind. Stattdessen argumentiert sie, dass die Antworten in schwachen Gewerkschaften und der aktuellen sozialen Praxis zu finden sind. Caraway stützt sich bei ihren Schlussfolgerungen auf Informationen über ein breites Spektrum von Branchen - kapitalintensive, männerdominierte, nicht exportorientierte Unternehmen ebenso wie frauendominierte, arbeitsintensive, exportorientierte Branchen.
Ihre Ergebnisse werden sich als entmutigend für alle erweisen, die hoffen, dass die Globalisierung zu einer positiven Kraft für die Verbesserung des Lebens von Arbeitnehmerinnen geworden ist. Caraways Mehrebenen-Methodik zur Analyse von Veränderungen in geschlechtsspezifischen Beschäftigungsmustern und ihre Einführung von "geschlechtsspezifischen Arbeitsdiskursen" als wichtige Erklärungsvariable machen Assembling Women zu einer wertvollen Ressource für Frauenforscher, Entwicklungsökonomen, Politikwissenschaftler und Soziologen sowie für alle, die sich für Südostasienstudien und Arbeits- und Wirtschaftsbeziehungen interessieren.