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Women in Italy 1350-1650: Ideals and Realities
Dieses aufschlussreiche Buch soll die Lücke in der Literatur über das Leben der Frauen von der Mitte des vierzehnten bis zur Mitte des siebzehnten Jahrhunderts schließen, einer Zeit, in der in den italienischen Stadtgesellschaften viel über das Wesen der Frau, ihre Rolle, ihre Erziehung und ihr Verhalten diskutiert wurde. Dies waren Debatten, die in den folgenden Jahren in ganz Europa nachhallen sollten.
Anhand eines breiten Spektrums zeitgenössischen Quellenmaterials, das größtenteils noch nie zuvor übersetzt wurde, beleuchtet dieses Buch die Ideale und Realitäten, die das Leben der Frauen im Kontext der bürgerlichen und höfischen Kultur prägten. Der Text ist in drei Abschnitte unterteilt: die zeitgenössischen Ansichten über das Wesen der Frau und die ethischen und ästhetischen Ideale, die für sie gelten; die Lebenszyklen von der Geburt bis zum Tod, unterbrochen von den Übergangsriten der Verlobung, der Heirat und der Verwitwung; die Rolle der Frau im Kloster, am Hof, am Arbeitsplatz und im kulturellen Leben.
Durch die Erforschung dieser Themen zeigen Rogers und Tinagli, dass es nicht die eine „Renaissance-Frau“ gab. Die Erfahrungen der Frauen waren reichhaltig und vielfältig, und ihre Stimmen sprechen von unterschiedlichen Möglichkeiten für ein emotional reiches und gesellschaftlich nützliches Leben.
Dieses Buch ist eine unverzichtbare Lektüre für Studierende und Lehrende, die sich mit der Gesellschaft und Kultur der italienischen Renaissance befassen, sowie für Gender-Historiker, die sich mit dem Europa der frühen Neuzeit beschäftigen.