Bewertung:

Das Buch „Freud's Patients, A Book of Lives“ von Borch-Jacobsen bietet eine tiefgründige und aufschlussreiche Erforschung von Freuds Patienten, die ihre Geschichten und die tatsächlichen Auswirkungen von Freuds Methoden beleuchtet. Der Autor setzt sich kritisch mit Freuds Behandlungsansatz auseinander, zeigt die faszinierenden und tragischen Geschichten von 38 Patienten auf und setzt damit einen neuen Standard für Freud-Studien.
Vorteile:Das Buch wird als fesselnd und aufschlussreich beschrieben und bietet eine umfassende Untersuchung von Freuds Patienten, ihren Geschichten und der Wirksamkeit von Freuds Techniken. Es enthält reiche historische Einblicke und enthüllt lange gehütete Geheimnisse über die Behandlungen. Es wurde dafür gelobt, dass es einen neuen Standard auf dem Gebiet der Psychoanalyse setzt.
Nachteile:Kritiker merken an, dass Freuds Methoden oft zu unwirksamen oder destruktiven Ergebnissen für die Patienten führten, und das Buch spricht Freuds Dualität im emotionalen Umgang mit den Patienten an, die widersprüchlich erscheinen mag. Es gibt Bedenken hinsichtlich der Darstellung von Freud als objektivem Beobachter, während gleichzeitig Fälle von persönlicher Voreingenommenheit in seinen Behandlungsmethoden hervorgehoben werden.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Freud's Patients: A Book of Lives
Die Porträts der achtunddreißig bekannten Patienten, die Sigmund Freud klinisch behandelte - einige sind bekannt, viele unbekannt -, zeigen ein dunkleres, komplexeres Bild des berühmten Psychoanalytikers.
Jeder kennt die Figuren, die Freud in seinen Fallgeschichten beschreibt: "Dora", der "Rattenmann", der "Wolfsmann". "Aber was wissen wir über die Menschen, das Leben hinter diesen berühmten Pseudonymen: Ida Bauer, Ernst Lanzer, Sergius Pankejeff? Kennen wir die Umstände, die sie in Freuds Sprechzimmer führten, oder wissen wir, wie es ihnen nach den Behandlungen erging - wie es ihnen wirklich erging? Und was ist mit jenen Patienten, über die Freud nichts oder nur sehr wenig geschrieben hat? Pauline Silberstein, die sich aus dem vierten Stock des Hauses ihres Analytikers stürzte.
Elfriede Hirschfeld, Freuds "große Patientin" und "Hauptquälerin", der mondäne Architekt Karl Mayreder, der psychotische Millionär Carl Liebmann und so viele andere? In einer fesselnden Abfolge von Porträts stellt Mikkel Borch-Jacobsen die Geschichten dieser Männer und Frauen vor - manche komisch, viele tragisch, alle zutiefst bewegend. Insgesamt achtunddreißig Lebensgeschichten erzählen uns ebenso viel über Freuds klinische Praxis wie seine berühmten Fallstudien und offenbaren einen dunkleren und komplexeren Freud, als er gewöhnlich dargestellt wird: den Arzt, wie seine Patienten, ihre Freunde und ihre Familien ihn sahen.