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Peace in Digital International Relations
Die internationale Architektur der Friedenskonsolidierung und des Staatsaufbaus reagiert derzeit auf eine Verlagerung von „analogen“ zu „digitalen“ Ansätzen in den internationalen Beziehungen.
Dies wirkt sich auf das Konfliktmanagement, die Intervention, die Friedenskonsolidierung und die überaus wichtige Rolle der Zivilgesellschaft aus. Dieses Element analysiert das Potenzial, das diese neuen digitalen Formen der internationalen Beziehungen für die Reform der Friedenspraxis bieten - nämlich die Stärkung der kritischen Handlungsfähigkeit über Netzwerke und Skalen hinweg, die Ausweitung von Rechtsansprüchen und die Abschwächung von Hindernissen, die durch Souveränität, Lokalität und Territorialität entstehen.
Das Element befasst sich auch mit den parallelen Grenzen digitaler Technologien in Bezug auf die politische Emanzipation subalterner Ansprüche und das Risiko der Kooptation durch historische und analoge Machtstrukturen, Institutionen und Akteure. Wir kommen zu dem Schluss, dass die neuen digitalen Ansätze zur Friedensschaffung zwar vielversprechend sind, aber ältere, analoge Konfliktdynamiken, die sich um Machtverhältnisse, Territorialität und Staatsbildung drehen, noch nicht umgehen oder lösen können.