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Frontier Club: Popular Westerns and Cultural Power, 1880-1924
Von Hollywood-Filmen über Romane von Louis L'Amour bis hin zu Fernsehserien wie Gunsmoke und Deadwood hat der Wilde Westen einen starken Einfluss auf die kulturelle Vorstellungskraft der Vereinigten Staaten ausgeübt. Ausgehend von Theodore Roosevelts Gründung des Boone and Crockett Club im Jahr 1887 zeichnet Christine Bold die Ursprünge und die Entwicklung des Western-Genres nach und zeigt, wie eine Gruppe prominenter östlicher Aristokraten - die sie als Frontier Club bezeichnet - den Mythos des Wilden Westens schuf und propagierte, um ihre eigenen Interessen sowie größere Systeme von Privilegien und Ausgrenzung zu fördern.
Anhand von institutionellen Archiven, persönlichen Unterlagen, Romanen und Filmen gräbt The Frontier Club die verborgenen sozialen, politischen und finanziellen Interessen aus, die hinter der Entstehung des modernen Westerns stehen. Er setzt die Frontier-Club-Literatur, vor allem Owen Wisters Bestseller The Virginian, in Beziehung zur Bundespolitik und zu kulturellen Räumen (von exklusiven Gentlemen's Clubs über Nationalparks bis hin zu Zoos).
Es wirft ein neues Licht auf die berühmten und vergessenen Clubmitglieder - wie Roosevelt, George Bird Grinnell, Silas Weir Mitchell, Henry Cabot Lodge und Frederic Remington - und beleuchtet die Frauen, auf die diese Männer angewiesen waren und ohne die diese Version des populären Westens nicht existieren würde.
Außerdem werden die Kosten der "Frontier-Club"-Formel in Bezug auf die Auswirkungen auf indigene Völker und die Marginalisierung anderer populärer Stimmen, einschließlich der Western-Schriften von Afroamerikanern, Frauen und weißen Männern der Arbeiterklasse, berücksichtigt.
Als fesselnde Kulturgeschichte, die die Druckkultur, die Großwildjagd, die Politik, die Einwanderung, die Rassentrennung unter Jim Crow und den Umweltschutz um die Jahrhundertwende behandelt, bietet The Frontier Club eine willkommene neue Perspektive auf den anhaltenden amerikanischen Mythos des Wilden Westens.