
Vaudeville Indians on Global Circuits, 1880s-1930s
Christine Bold deckt verborgene Geschichten indigener Darsteller im Vaudeville und in der westlichen Moderne und Populärkultur auf.
Sie stützt sich dabei auf wenig bekannte Archive und bringt vergessene Geschichten indigener Darsteller im Vaudeville und damit auch in der Populärkultur und Moderne ans Licht. Das Vaudeville war sowohl ein Vorläufer der modernen Massenunterhaltung als auch ein reicher Schauplatz populärer indigener Darbietungen und Vorstellungen von Indigenität an der Wende zum 20.
Auf den Spuren der Geschichten von Künstlern, die von der Schildkröteninsel (Nordamerika) stammen und auf dem ganzen Kontinent und in der ganzen Welt auftraten, veranschaulicht Bold ein Netzwerk von mehr als 300 indigenen und sich als indigen identifizierenden Entertainern, von Will Rogers über Go-won-go Mohawk bis hin zu Prinzessin Chinquilla, die die rezipierte Geschichte des Vaudeville auf den Kopf stellen. Diese faszinierenden Geschichten enthüllen das Vaudeville als einen Raum, in dem die westliche Moderne die lebende indigene Präsenz sowohl verleugnete als auch sich auf sie stützte, und in dem indigene Künstler durch die Vaudeville-Performance Handlungsfähigkeit und Stereotypen verhandelten.