Bewertung:

Das Buch bietet eine eingehende Untersuchung der psychologischen und emotionalen Erfahrungen deutscher Soldaten während des Zweiten Weltkriegs, wobei der Schwerpunkt auf ihren Beweggründen, ihrer Ausbildung und den Auswirkungen der NS-Ideologie liegt. Es nutzt persönliche Briefe und Tagebücher, um die menschlichen Aspekte der als „Landsleute“ bekannten Soldaten zu vermitteln, ohne den Krieg zu verherrlichen. Trotz des informativen Inhalts finden einige Leser, dass das Buch repetitiv ist und es an Fotos mangelt, die die Erzählung bereichern.
Vorteile:⬤ Bietet einen fesselnden psychologischen und emotionalen Einblick in das Leben der deutschen Soldaten.
⬤ Gut recherchiert, unter Verwendung von Briefen und Tagebüchern der Soldaten.
⬤ Ausgewogene Darstellung der Soldaten, ohne sie zu glorifizieren oder zu dämonisieren.
⬤ Bietet eine einzigartige Perspektive auf die Auswirkungen der Nazi-Ideologie auf die Motivationen der Soldaten.
⬤ Keine Fotos enthalten, die die Verbindung des Lesers zu den Soldaten hätten verstärken können.
⬤ Starker Rückgriff auf Zitate aus einer begrenzten Anzahl von Quellen, was zu Wiederholungen führt.
⬤ Einige Leser finden die Prosa steril und langweilig, was das Engagement beeinträchtigt.
⬤ Es fehlt eine detaillierte Untersuchung der militärischen Taktik und Ausbildung.
(basierend auf 59 Leserbewertungen)
Frontsoldaten: The German Soldier in World War II
Alois Dwenger schrieb im Mai 1942 von der Front und beklagte sich darüber, dass man "die Taten der einfachen Soldaten" vergesse: .... Ich glaube, dass das wahre Heldentum darin liegt, diesen schrecklichen Alltag zu ertragen." Indem er die Realität des Landser, des durchschnittlichen deutschen Soldaten im Zweiten Weltkrieg, anhand von Briefen, Tagebüchern, Memoiren und mündlichen Überlieferungen erforscht, liefert Stephen G.
Fritz den endgültigen Bericht über den Kriegsalltag des deutschen Frontsoldaten. Die persönlichen Dokumente dieser Soldaten, die meisten von der russischen Front, wo die Mehrheit der deutschen Infanteristen Dienst tat, zeichnen ein reich strukturiertes Porträt des Landser, das die Komplexität und Paradoxie seines täglichen Lebens veranschaulicht. Obwohl der deutsche Soldat an seinem Selbstbild als anständiger Mensch festhielt, beging er im Namen des Nationalsozialismus schreckliche Verbrechen.
Als der Krieg schließlich zu Ende war und sein Land in Trümmern lag, sah sich der Landser mit einer bitteren Wahrheit konfrontiert: All seine Anstrengungen und Opfer waren im Namen eines bedauernswerten Regimes erfolgt, das beispiellose Verbrechen begangen hatte. Mit Kapiteln über Ausbildung, Kampfbilder, Lebensbedingungen, Kampfstress, persönliche Kriegsempfindungen, Kameradschaft, Ideologie und Motivation vermittelt Fritz ein Gefühl der Unmittelbarkeit und Intimität und zeigt den Krieg mit den Augen dieser selbsternannten "kleinen Männer".
Ein faszinierender Einblick in den Alltag der deutschen Soldaten, ein Buch nicht über den Krieg, sondern über Männer. Es ist für jeden, der sich für den Zweiten Weltkrieg, die deutsche Geschichte oder die Erfahrungen der einfachen Soldaten in der ganzen Welt interessiert, von größter Bedeutung.