Bewertung:

Insgesamt bietet „Ostkrieg“ von Stephen Fritz eine umfassende und aufschlussreiche Darstellung der Ostfront während des Zweiten Weltkriegs aus deutscher Sicht, die militärische Ereignisse mit allgemeineren ideologischen und rassischen Aspekten verbindet. Obwohl das Buch gut recherchiert und ansprechend geschrieben ist, gibt es einige Kritikpunkte in Bezug auf den Schwerpunkt, die Verwendung von Quellen und die organisatorischen Entscheidungen.
Vorteile:Umfassende Erzählung, die militärische Ereignisse mit ideologischen und rassischen Zusammenhängen verbindet.
Nachteile:Lesbarer und ansprechender Schreibstil, der komplexe Themen verständlich macht.
(basierend auf 84 Leserbewertungen)
Ostkrieg: Hitler's War of Extermination in the East
Am 22.
Juni 1941 startete Deutschland den größten Landangriff der Geschichte auf die Sowjetunion, einen Angriff, den Adolf Hitler als entscheidend für das wirtschaftliche und politische Überleben Deutschlands ansah. Als wichtigster Kriegsschauplatz für die Deutschen verbrauchte die Ostfront enorme Ressourcen und forderte 75 Prozent aller deutschen Opfer.
Trotz der Bedeutung dieses Feldzugs für Deutschland und den gesamten Krieg haben sich in den letzten 35 Jahren nur wenige englischsprachige Publikationen mit diesen zentralen Ereignissen befasst. In Ostkrieg: Hitlers Vernichtungskrieg im Osten schließt Stephen G. Fritz die Lücke in der Wissenschaft, indem er die historische Forschung der letzten Jahrzehnte in eine zugängliche, umfassende und kohärente Darstellung einbezieht.
Seine Analyse des Russisch-Deutschen Krieges aus deutscher Sicht deckt alle Aspekte der Ostfront ab und zeigt die Verflechtung von militärischen Ereignissen, Wirtschaftspolitik, Ressourcenausbeutung und Rassenpolitik auf, die den Einmarsch erst motivierte. Diese ausführliche Darstellung stellt gängige Vorstellungen über den Zweiten Weltkrieg in Frage und fördert das Verständnis für ein Thema, das von Historikern vernachlässigt wurde.