Bewertung:

Das Buch bietet eine aufschlussreiche Erkundung der japanischen Kultur und Geschichte aus der Perspektive von fünf bedeutenden Persönlichkeiten. Es bietet einen sympathischen Blick auf Japan und bleibt trotz seines Alters fesselnd, auch wenn einige Aspekte für heutige Leser veraltet oder weniger relevant erscheinen mögen.
Vorteile:⬤ Ausgezeichnete Erklärungen des japanischen Charakters
⬤ Sympathische Darstellung der japanischen Kultur
⬤ Interessanter historischer Kontext
⬤ Fesselnder Schreibstil
⬤ Einblicke in das Leben von fünf bemerkenswerten japanischen Männern während des Zweiten Weltkriegs.
⬤ Einige Diskussionen über nationale Stereotypen werden als unnötig empfunden
⬤ Teile der Geschichte wirken langatmig und spiegeln Anliegen wider, die vielleicht nicht mehr relevant sind
⬤ enthält veraltete Vorstellungen über die japanische Gesellschaft und die Notwendigkeit des Christentums
⬤ Vorhersagen über Japans Zukunft gehen an modernen Entwicklungen vorbei.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Five Gentlemen of Japan: The Portrait of a Nation's Character
Dieser klassische Bericht (1952) über die Macher von „New Japan“ erzählt die Lebensgeschichten eines Journalisten, eines ehemaligen Vizeadmirals der Marine, eines Stahlarbeiters, eines Landwirts und des Kaisers Hirohito. Frank Gibney war ein Geheimdienstoffizier, der während der amerikanischen Besatzung Japans Korrespondent des TimeMagazins wurde.
Später wurde er zu einem wichtigen Dolmetscher zwischen Japan und den Amerikanern und zwischen Amerika und den Japanern, der in der PBS-Serie Pacific Century als sachkundiger, freundlicher Gesprächspartner bekannt wurde. In den späten 1940er und frühen 1950er Jahren war Japan eine arme, zerrüttete und unruhige Gesellschaft. Viele sowohl in Japan als auch im Westen nahmen an, dass dies immer so bleiben würde.
Doch Gibney berichtete so aufschlussreich und lesenswert über Japan, dass wir in diesem Buch sowohl die heute vergessene Atmosphäre jener Zeit als auch die Grundlage für das spätere „japanische Wunder“ sehen können. Wie der Schriftsteller Timothy Garton Ash bemerkt, „weiß der Gelehrte nicht, wie es damals wirklich war, wie die Orte aussahen und rochen, wie sich die Menschen fühlten und was sie nicht wussten, und deshalb wird es ihm auch schwerer fallen, dies nachzuvollziehen.
.... Es gibt nichts Vergleichbares, als selbst vor Ort zu sein“.