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Memory: Histories, Theories, Debates
Das Gedächtnis war uns nie näher, aber auch nie schwieriger zu verstehen. In den mehr als dreißig speziell in Auftrag gegebenen Aufsätzen dieses Buches geben führende Wissenschaftler einen Überblick über die Geschichte, die Theorien und die Verwerfungen, die das Feld der Gedächtnisforschung ausmachen.
Der Band rekonstruiert die Arbeit der großen philosophischen und literarischen Persönlichkeiten der letzten zwei Jahrhunderte, die das Konzept des Gedächtnisses neu formten und es in den Vordergrund der modernistischen und postmodernistischen Vorstellungskraft rückten - unter ihnen Bergson, Halbwachs, Freud, Proust, Benjamin, Adorno, Derrida und Deleuze. Auf der Grundlage der jüngsten Fortschritte in den Natur- und Geisteswissenschaften befassen sich die Autoren mit der.
Die Beiträge befassen sich mit der Frage, wie das Gedächtnis funktioniert, und beleuchten die Transaktionen zwischen der Innerlichkeit des subjektiven Gedächtnisses und den größeren Bereichen des öffentlichen oder kollektiven Gedächtnisses.
Das öffentliche, politische Leben des Gedächtnisses ist ein immer dringlicheres Thema in den Gesellschaften, in denen wir heute leben, während die Kategorie des Gedächtnisses selbst immer umfangreicher zu werden scheint.
Die abschließenden Kapitel gehen der Frage nach, wie wir über die Politik des Gedächtnisses nachdenken können, und untersuchen eine Reihe von Beispielen, in denen das problematische Phänomen des Gedächtnisses unsere Vorstellung davon, was den Bereich der Politik ausmacht und vorantreibt, beeinflusst und verändert hat. Dazu gehören Fragen der Sklaverei, der sowjetischen Erfahrung, des Holocaust, des Feminismus und der wiedergewonnenen Erinnerung sowie der Erinnerung im Südafrika nach der Apartheid.