Bewertung:

Das Buch „Fallen Giants“ von Isserman und Weaver ist eine umfassende und fesselnde Geschichte des Bergsteigens im Himalaya, die sowohl die Erfolge als auch die Tragödien der Bergsteiger beleuchtet. Das Buch ist gut recherchiert und wunderschön geschrieben, was es zu einer fesselnden Lektüre für jeden macht, der sich für das Thema interessiert, auch wenn einige Kritikpunkte bezüglich der Voreingenommenheit und der Notwendigkeit besserer Karten geäußert wurden.
Vorteile:⬤ Hervorragend geschrieben und akribisch recherchiert, fesselnde Erzählung.
⬤ Fesselnde Erzählung, die den Leser wie ein Thriller fesselt.
⬤ Hervorragender historischer Kontext und Einblicke in die politischen und kulturellen Hintergründe der Klettererlebnisse.
⬤ Deckt ein breites Spektrum von den Anfängen des Bergsteigens bis in die späten 90er Jahre ab.
⬤ Spricht sowohl ernsthafte Bergsteiger als auch Abenteurer im Sessel an.
⬤ Begrenzte Anzahl von Karten, was zu Schwierigkeiten bei der geografischen Orientierung führt.
⬤ Einige Kritiken weisen auf eine anglozentrische Ausrichtung der Darstellung der Klettergeschichte hin.
⬤ Die Darstellung von modernen Bergsteigern im Vergleich zu historischen Persönlichkeiten wurde von einigen Rezensenten als unfair empfunden.
⬤ Das Buch endet abrupt Mitte der 1990er Jahre und verpasst damit neuere Entwicklungen im Klettersport.
(basierend auf 39 Leserbewertungen)
Fallen Giants: A History of Himalayan Mountaineering from the Age of Empire to the Age of Extremes
Die Geschichte der höchsten Gipfel der Welt und der bemerkenswerten Menschen, die versucht haben, sie zu besteigen
Die erfolgreiche Erstbesteigung des Mount Everest im Jahr 1953 durch Sir Edmund Hillary und seinen Sherpa-Kollegen Tenzing Norgay ist eine bekannte Sage, doch weniger bekannt sind die Geschichten vieler anderer Abenteurer, die ebenfalls ihre Fähigkeiten und ihren Mut an den höchsten und gefährlichsten Bergen der Welt erproben wollten. In diesem lebendigen und reich bebilderten Buch präsentieren die Historiker Maurice Isserman und Stewart Weaver die erste umfassende Geschichte des Bergsteigens im Himalaya seit fünfzig Jahren. Sie bieten detaillierte, originelle Berichte über die bedeutendsten Besteigungen seit den 1890er Jahren und stellen die sozialen und kulturellen Welten, die zu diesen Expeditionen geführt haben, auf fesselnde Weise dar.
Das Buch erzählt von den Abenteuern von Persönlichkeiten wie Martin Conway, der 1892 die erste echte Himalaya-Besteigungsexpedition leitete, Fanny Bullock Workman, der Pionierin bei der Erforschung des Karakoramgebirges, George Mallory, dem romantischen Märtyrer des Mount Everest, Charlie Houston, der in den 1930er und 1950er Jahren amerikanische Expeditionen zum K2 leitete, Ang Tharkay, dem legendären Sherpa, und vielen anderen. Die Autoren erörtern die Auswirkungen des politischen und sozialen Wandels auf die Welt des Bergsteigens und bieten eine tiefgreifende Analyse einer Kultur, die einst Teamwork und Kameradschaft unter den Bergsteigern betonte, heute aber vom Streben nach individuellem Ruhm und Ehre in den Hintergrund gedrängt worden ist.