Bewertung:

Das Buch „Continental Divide“ von Professor Isserman bietet eine umfassende historische Darstellung des amerikanischen Bergsteigens, die sowohl aus historischer als auch aus Bergsteigerperspektive geschrieben ist. Während es für seine fesselnde Erzählung und die Tiefe der Forschung gelobt wird, haben einige Leser Probleme mit der physischen Bindung des Buches bemerkt.
Vorteile:Gut gegliedert und gut geschrieben, mit einem fließenden Übergang zwischen den Themen. Fesselnd sowohl für Experten als auch für Gelegenheitsleser, die sich für die Geschichte, Geografie und Geologie der amerikanischen Berge interessieren. Bietet eine Mischung aus Humor, Anekdoten und wissenschaftlichem Ansatz. Von vielen Lesern sehr empfohlen, die es für die Geschichte des Bergsteigens für unverzichtbar halten.
Nachteile:Schlechte Bindung des Buches mit grob beschnittenen Seiten, die das Navigieren erschweren. Einige Abschnitte, insbesondere über Stein- und Eisklettern, wurden von einigen Lesern als langweilig empfunden.
(basierend auf 10 Leserbewertungen)
Continental Divide: A History of American Mountaineering
In Continental Divide erzählt Maurice Isserman die Geschichte des amerikanischen Bergsteigens anhand von vier Jahrhunderten wegweisender Besteigungen und Erstbegehungen. Ursprünglich wurden die Berge als Hindernisse für die Zivilisation angesehen; im Laufe der Zeit wurden sie als Orte der Erlösung und Erneuerung betrachtet. Die Weißen Berge erregten die Transzendentalisten; die Rocky Mountains und die Sierras zogen die Entdecker nach Westen in Richtung Manifest Destiny; der Yosemite inspirierte die frühen Umweltschützer.
Das Klettern begann in Nordamerika als Freizeitbeschäftigung für einsame Exzentriker, entwickelte sich aber zu einem Massensport. Beginnend mit Darby Field, der 1642 als erster Mensch einen Berg in Nordamerika bestieg, beschreibt Isserman die Erforschung und Erstbesteigung der wichtigsten amerikanischen Gebirgszüge, von den Appalachen bis Alaska. Er stellt auch die wichtigsten amerikanischen Bergsteiger vor, darunter John C. Frmont, John Muir, Annie Peck, Bradford Washburn, Charlie Houston und Bob Bates, und berichtet von ihren Heldentaten im In- und Ausland.
Isserman zeichnet die sich entwickelnde soziale, kulturelle und politische Rolle der Berge bei der Gestaltung des Landes nach. Er beschreibt, wie amerikanische Bergsteiger eine "Bruderschaft des Seils" schmiedeten, nach dem Vorbild des einzigartigen demokratischen Selbstverständnisses Amerikas, das das Klettern in den Jahren vor und unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg prägte. Und er unterstreicht die Auswirkungen der "Rucksackrevolution" der Nachkriegszeit, einschließlich der Fortschritte in Technik und Stil, die von den Pionieren der "Drecksack"-Kletterer erzielt wurden.
Eine großartige, gründlich recherchierte Geschichte, Continental Divide erzählt eine Geschichte von Abenteuer und Streben in den hohen Gipfeln, die die Bedeutung der Berge für die nationale Identität Amerikas anschaulich macht.