Bewertung:

Jere Van Dyk schildert in seinem Buch seine erschütternde Erfahrung als Taliban-Gefangener und gibt dem Leser einen Einblick in die Komplexität der afghanischen Kultur und die psychologischen Herausforderungen der Gefangenschaft. Während einige Rezensionen die emotionale Tiefe und die kulturellen Einblicke loben, kritisieren andere den Schreibstil und die egozentrische Perspektive des Autors.
Vorteile:Das Buch bietet eine starke und emotionale Erzählung, die seltene Einblicke in die paschtunische Kultur und die widersprüchlichen Ideologien der Taliban gewährt. Viele Leser empfanden es als fesselnd, lehrreich und zum Nachdenken anregend, mit lebendigen Beschreibungen der Erfahrungen des Autors und der Komplexität seiner Entführer.
Nachteile:Kritiker bemängelten den Schreibstil, der schlecht konstruiert und repetitiv sei. Einige Rezensenten empfanden die Haltung des Autors als egozentrisch und hielten ihn für naiv oder zu sehr auf sein eigenes Leiden konzentriert, anstatt die breiteren Auswirkungen seiner Erfahrungen zu berücksichtigen. Es gab auch Bedenken hinsichtlich des Korrekturlesens des Buches und der allgemeinen Kohärenz der Erzählung.
(basierend auf 43 Leserbewertungen)
Captive: My Time as a Prisoner of the Taliban
Jere Van Dyk befand sich auf der falschen Seite der Grenze. Er und drei afghanische Führer hatten die Stammesgebiete Pakistans überquert, in die sich seit Jahren kein Westler mehr gewagt hatte, in der Hoffnung, bis zum Einbruch der Dunkelheit das Haus eines örtlichen Häuptlings zu erreichen. Doch dann tauchte ein Dutzend bewaffneter Männer mit schwarzen Turbanen auf dem Kamm eines Hügels auf.
Gefangenschaft ist Van Dyks erschütternder Bericht über seine fünfundvierzig Tage in einem Taliban-Gefängnis, und er ist packend und erschreckend in der Tradition der besten Gefängnisliteratur. Die Haupthandlung spielt sich in einem einzigen, von der Außenwelt abgeschnittenen Raum ab, in dem Van Dyk das Gefühl hat, niemandem trauen zu können - weder seinen Gefängniswärtern noch seinen Führern (von denen er befürchtet, dass sie ihn verraten haben könnten) und schon gar nicht dem charismatischen Taliban-Führer, dessen flüchtige Auftritte sowohl die Hoffnung auf Erlösung als auch die Aussicht auf einen sofortigen, gewaltsamen Tod in sich tragen.
Van Dyk hat sich in die Stammesgebiete begeben, um die Herausforderungen zu erforschen, denen sich Amerika dort gegenübersieht. Seine Geschichte handelt von einer tieferen, persönlicheren Herausforderung, einer unvergesslichen Geschichte über menschliches Durchhaltevermögen.