
Combat Stress in Pre-Modern Europe
In diesem Buch werden die dauerhaften Auswirkungen des Krieges auf den Einzelnen und seine Gemeinschaft im vormodernen Europa untersucht. Die Forschung zum Thema Kriegsstress in der Neuzeit stützt sich regelmäßig auf die Vergangenheit, um sich inspirieren und bestätigen zu lassen, aber bisher hat noch kein einziger Band die universelle Natur von Kriegsstress und die damit verbundenen modernen Diagnosen effektiv untersucht.
Dieses Buch hebt die methodischen Hindernisse hervor, die sich bei der Verwendung moderner medizinischer und psychologischer Modelle zum Verständnis vormoderner Erfahrungen ergeben, und stellt bestehende Studien in Frage sowie innovative neue Richtungen für die zukünftige Forschung. Die Sammlung enthält innovative Beiträge von Experten aus den Bereichen Geschichte, Klassische Philologie und medizinische Geisteswissenschaften und deckt einen breiten zeitlichen Rahmen ab, der vom archaischen Griechenland (etwa sechstes und frühes fünftes Jahrhundert v. Chr.) bis zu den britischen Bürgerkriegen (17.
Jahrhundert n. Chr.) reicht.
Die Themen reichen von methodischen Aspekten wie den Gefahren retrospektiver Diagnosen und der Anwendbarkeit von Moral Injury auf die Vergangenheit bis hin zu konventionellen historischen Aspekten wie der Frage, wie sich Kampfstress und posttraumatische Belastungsstörungen in verschiedenen Zeiträumen manifestiert haben oder nicht. Mit Kapiteln, die sich auf Kämpfer, Frauen, Kinder und das kollektive Trauma ihrer Gemeinschaften konzentrieren, wird diese Sammlung von großem Interesse für diejenigen sein, die die Geschichte der psychischen Gesundheit in der Vormoderne erforschen.