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Ghostly Desires: Queer Sexuality and Vernacular Buddhism in Contemporary Thai Cinema
Anhand einer Untersuchung des thailändischen Kinos und der Videokunst nach 1997 zeigt Arnika Fuhrmann, wie sich buddhistische Lehren, Geschichten und Bilder mit Sexualpolitik verbinden, um die aktuellen Kämpfe um Vorstellungen von Persönlichkeit, Sexualität und kollektivem Leben darzustellen.
Die von ihr analysierten Dramen, Horrorfilme, Heimatfilme und experimentellen Kunstfilme greifen auf buddhistisch geprägte Vorstellungen von Vergänglichkeit zurück und stellen das Motiv des weiblichen Geistes in den Vordergrund. In diesen Filmen stellt die Erotisierung der Figuren in den Sphären von Verlust und Tod eine Improvisation über die buddhistische Ablehnung von Anhaftung dar und unterstreicht das unterschätzte weibliche und queere Begehren und Fortbestehen.
Ihre feministische und queere Lektüre offenbart die verwickelten Beziehungen zwischen Film, Sexualität, buddhistischen Ideen und der staatlichen Regulierung heteronormativer Sexualität in Thailand. Fuhrmann gibt damit Einblicke in die Konfiguration des zeitgenössischen Thailands und eröffnet gleichzeitig neue Möglichkeiten, über queeres Personsein und Weiblichkeit nachzudenken.