
Community Building and Early Public Relations: Pioneer Women's Role on and After the Oregon Trail
Von Anfang an spielten Frauen eine zentrale Rolle in einem Jahrhundert der Westwärtswanderung in den USA. Community Building and Early Public Relations: Pioneer Women's Role on and after the Oregon Trail (Die Rolle der Pionierinnen auf und nach dem Oregon Trail) bietet einen Weg zur Erweiterung der kaukasischen/weißen, männlich geprägten Geschichte der PR in den USA. Gestützt auf humanistische, kommunitaristische, kritische Ethnie-Theorie, sozialkonstruktivistische Perspektiven und eine feministische kommunikationswissenschaftliche Sichtweise analysiert dieses Buch die gelebten Erfahrungen der Pionierinnen in den USA und zieht Parallelen zu den grundlegenden Funktionen der PR - Aufbau von Beziehungen, Netzwerken, Aufbau von Gemeinschaften, Überschreiten von Grenzen und Interessenvertretung.
Anhand einer narrativen Analyse von Tagebüchern und Erinnerungen von Frauen, die Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts mehr als 2.000 Meilen auf dem Oregon Trail reisten, deckt Pompper auf, wie diese Frauen die Rollen der Fürsorgerin und Fürsprecherin, der Erbauerin von Versammlungshäusern und Schulen ausfüllten, eine zivilisierende Funktion ausübten, Handlungskompetenz und Führungsqualitäten anboten und emotionale Bindungen für den sozialen Zusammenhalt schufen. Dabei wird auch ein unvermeidliches Paradoxon deutlich, denn die Interaktionsqualitäten der weißen Pionierfrauen machten sie zu Komplizen der Kolonisatoren, die die Lebensweise der indigenen Völker für immer veränderten.
Dieses Buch ist für PR-Studenten, PR-Praktiker und Forscher, die sich mit der Geschichte der PR und der Intersektionalität sozialer Identitäten beschäftigen, von Interesse. Es ermutigt uns, die Definition von PR um den Aufbau von Gemeinschaften zu erweitern und lineare Zeitleisten und Entwicklungsmodelle zu überarbeiten, um die Stimmen von Frauen und People of Color vor dem zwanzigsten Jahrhundert zu berücksichtigen.