
Geographical Imaginations: Literature and the 'Spatial Turn'
Fragen des Raums, der Räumlichkeit, der Geographie, der Topographie und des Ortes sind in der modernen Wissenschaft und Lehre meist vernachlässigt worden, da in der modernen und postmodernen Literaturkritik Geschichte und Zeitlichkeit die meisten Diskurse beherrschen. Doch in der neueren Literaturkritik treten das "Wann" und "Was" der Literatur an die Stelle des "Wo", denn Michel Foucault erklärte die Gegenwart zur "Epoche des Raums".
Die Literatur spiegelt den Geist des Ortes und den Sinn für den Ort wider, denn ein Ort wird erkannt und erhält Bedeutung, wenn er von den Menschen, die an ihm leben, gefühlt und hautnah erlebt wird. Dieser humanistisch-geographische Schwerpunkt auf der menschlichen Erfahrung des Ortes eröffnet die Möglichkeit einer interdisziplinären Untersuchung der Literatur der Geographie.
Literatur erschafft und erschafft Geographie auf ihre eigene Weise, und es gibt viele Möglichkeiten, die literarische Darstellung von Raum und Ort zu betrachten. Das Buch soll eine gute Einführung in die verschiedenen Arten bieten, in denen Raum, Ort, Topographie und Geographie in der Literatur auftauchen.