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George Sword's Warrior Narratives: Compositional Processes in Lakota Oral Tradition
Veröffentlicht im Rahmen der Initiative Recovering Languages and Literacies of the Americas, unterstützt von der Andrew W. Mellon Foundation.
Bei der Erforschung der mündlichen Literatur der Lakota lag der Schwerpunkt im Allgemeinen eher auf dem Inhalt als auf dem Prozess innerhalb der mündlichen Traditionen. In dieser bahnbrechenden Studie über die Merkmale des mündlichen Stils der Lakota zeigt Delphine Red Shirt, wie sich dessen Aufbau und Struktur im Werk von George Sword widerspiegelt, der 245 Seiten Text in der Lakota-Sprache unter Verwendung des englischen Alphabets verfasste. Was in Swords Lakota-Erzählungen zum Vorschein kommt, sind die der Lakota-Sprache innewohnenden formelhaften Muster, die zum Erzählen der Geschichten verwendet werden, sowie wiederkehrende Themen und Erzählmuster. Red Shirt kommt vor allem zu dem Schluss, dass diese Kadenz aus einer eindeutig mündlichen Tradition der Lakota stammt.
Red Shirt analysiert historische Dokumente und Originaltexte in Lakota, um die Frage zu beantworten: Wie ist Lakota-Literatur definiert? Ihre Pionierarbeit deckt die erkenntnistheoretischen Grundlagen dieser Literatur auf, die Material für die Literaturwissenschaft, die anthropologische und traditionelle Linguistik sowie die Übersetzungswissenschaft liefern können. Ihre Analyse der Schwert-Texte offenbart Instrumente, mit denen sich feststellen lässt, ob der Ursprung einer bestimmten Erzählung in der Lakota-Tradition mündlich ist, und eröffnet damit Wege für weitere Forschungen.