Bewertung:

In den Rezensionen wird das Buch als eine faszinierende Biografie des Künstlers Gerhard Richter hervorgehoben, die wertvolle Einblicke in seinen künstlerischen Weg und seine Methoden bietet. Es wird jedoch ein Mangel an persönlichen Details und eine unvollständige Erzählung zum Ende hin bemängelt.
Vorteile:Die Biografie bietet eine faszinierende Erkundung von Richters Methoden und künstlerischer Vielseitigkeit, zusammen mit wertvollen Hintergrundinformationen und Berichten aus erster Hand. Sie ist für Fans von Richters Werk sehr zu empfehlen.
Nachteile:Persönliche Details über Richters Leben sind minimal, und der letzte Teil des Buches wird kritisiert, weil er etwas unvollständig ist und eher einer Liste von Ausstellungen als einer umfassenden Erzählung ähnelt.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Gerhard Richter: A Life in Painting
Gerhard Richter ist einer der wichtigsten und einflussreichsten Künstler der Nachkriegszeit. Jahrzehntelang hat er nach innovativen Wegen gesucht, um der Malerei mehr Relevanz zu verleihen, oft durch einen vielschichtigen Dialog mit der Fotografie. Heute ist Richter vor allem für seine in den 1960er Jahren entstandenen Fotomalereien bekannt, die sich auf Bilder aus den Massenmedien und der Popkultur stützen. Stets fasziniert von den Grenzen und Unsicherheiten der Darstellung, hat er seither Landschaften, Abstraktionen, Glas- und Spiegelkonstruktionen, Drucke, Skulpturen und Installationen geschaffen.
Obwohl Richter in den Vereinigten Staaten schon seit langem bekannt ist, katapultierte ihn die äußerst erfolgreiche Retrospektive seines Werks im MoMA im Jahr 2002 zu beispiellosem Ruhm. Der renommierte Kurator Dietmar Elger legt hier die erste Biografie über diesen zeitgenössischen Künstler vor. Dieses faszinierende Buch, das mit vollem Zugang zu Richter und seinen Archiven geschrieben wurde, bietet einen noch nie dagewesenen Einblick in sein Leben und Werk. Elger erforscht Richters Kindheit in Nazi-Deutschland, seine Jahre als Student und Wandmaler in der kommunistischen DDR, seine Zeit im Westen während der turbulenten 1960er und 70er Jahre, als Studentenproteste, politische Unruhen und Gewalt die Bundesrepublik Deutschland zerrissen, und seinen Aufstieg zu internationalem Ruhm in den 1980er Jahren und darüber hinaus.
Richter war schon immer eine schwer zu durchschauende Persönlichkeit, und die scheinbar widersprüchlichen Stränge seiner künstlerischen Praxis haben die Kritiker frustriert und manchmal verwirrt. Doch die ausführlichen Interviews, auf denen dieses Buch basiert, offenbaren einen Richter, der viel offener, persönlicher und lebendiger ist als je zuvor. Das Ergebnis ist ein Buch, das in den kommenden Jahren ein grundlegendes Porträt dieses Künstlers sein wird.