
Tales of Terror: Television News and the Construction of the Terrorist Threat
Herkömmliche Untersuchungen legen nahe, dass die Berichterstattung über den Terrorismus ein Instrument der Terroristen ist, um öffentliche Unterstützung und Anerkennung zu gewinnen.
Auf der Grundlage einer Analyse von mehr als 200 Abendnachrichten, die in den ersten sechs Jahren der Reagan-Regierung ausgestrahlt wurden, bietet Tales of Terror eine detaillierte Darstellung der Art und Weise, wie die Nachrichtenmedien die öffentliche Panik vor dem Terrorismus schüren und die Unterstützung für bestimmte politische Ziele der USA fördern, anstatt Sympathien für die Terroristen aufzubauen. Bethami Dobkin untersucht die Ähnlichkeiten zwischen der Darstellung des Terrorismus in den Nachrichtenmedien und in der Regierung, wobei sie Textkritik mit einer Interpretation offizieller politischer Erklärungen der USA verbindet, und argumentiert, dass die Darstellungen der Regierung und der Nachrichten über den Terrorismus eine Ideologie reproduzieren, die militärische Stärke und Intervention unterstützt.
Dobkin untersucht mehrere spezifische Merkmale der Nachrichtenberichterstattung: das dramatische Format der Fernsehnachrichten und die politischen Interessen, denen dieses Format dient; die narrative Konstruktion von Feinden durch Fernsehjournalisten und Beamte und die politische Bedeutung des Etiketts "Terrorist"; die Verwendung und Bedeutung von Zeugenaussagen, insbesondere von Menschen, die von einer Krise betroffen sind; die gegenseitige Ausbeutung politischer Krisen durch Fernsehnachrichtenproduzenten und Beamte; die Funktion des Journalismus bei der Gestaltung der öffentlichen Diplomatie und der öffentlichen Wahrnehmung ausländischer Konflikte; und die Schaffung eines Konsenses über die Notwendigkeit militärischer Reaktionen auf politische Gewalt. Diese aufschlussreiche Studie wird für Kommunikations- und Politikwissenschaftler von besonderem Interesse sein.