
Teaching History to Black Students in the United Kingdom
In einer Zeit, in der populistische Bewegungen weltweit an Boden gewinnen und Migranten in den Augen vieler Menschen als unerwünschte Parias in den Mittelpunkt rücken, wagt sich dieses Buch an eine kulturell relevante Bedrohung, über die viel gesprochen, die aber selten systematisch aufgedeckt oder analysiert wird: die soziokulturelle Dominanz, die in den Köpfen vieler schwarzer Schüler im Vereinigten Königreich herrscht, während sie zwischen dem, was sie in der Schule als Geschichte lernen, und ihren gelebten Erfahrungen und Erwartungen verhandeln.
Kay Traille beleuchtet dieses sichtbare, unsichtbare Gespenst und deckt den reichen Teppich vergessener, alltäglicher Geschichten auf, die unsere Gesellschaft reicher und besser machen sollten. Mit den Worten von Schülern, Lehrern, Regierungsberichten und fiktiven Erzählungen fordert dieses Buch das Publikum auf, sich in diesen historischen Strom der Kultur hineinzuversetzen, um schwarze Schüler besser zu verstehen und zu unterrichten.
Mit Hilfe der kritischen Ethnie-Theorie, des sozialen Konstruktivismus und Aspekten des sozialen Konstruktionismus, eines narrativen Ansatzes und persönlicher Erfahrungen gräbt die Autorin durch das Tor der Geschichten Punkte der persönlichen Verbindung aus, um in Welten einzudringen und Sinn zu schaffen. Traille weist darauf hin, dass das Geschichtsstudium sozial konstruiert und keine unparteiische akademische Information ist und dass die meisten Geschichtslehrer im Vereinigten Königreich weiß, weiblich und aus der Mittelschicht sind, während die Schüler, die sie unterrichten, dies zunehmend nicht sind, was zweifelsohne zu einer kulturellen Dissonanz zwischen Schülern und Lehrern führt. Darüber hinaus setzen sich Schüler und Lehrer wissentlich und unwissentlich mit stillen, lebendigen rassistischen Erfahrungen innerhalb und außerhalb des Klassenzimmers auseinander, die in den Geschichtsunterricht einfließen.
Die Art und Weise, wie Schüler sozialisiert und unterrichtet werden, kann sich auf ihre Fähigkeit auswirken, mit alternativen Narrativen umzugehen oder als aktive und engagierte Mitwirkende am demokratischen Leben teilzunehmen. Dieses Buch lädt dazu ein, kulturelle Voreingenommenheit, unterdrückende Machtverhältnisse und dominierende Epistemologien aufzudecken und anzuerkennen, um besser für die Planung und den Unterricht dieser Schüler gerüstet zu sein und ihnen zu vermitteln, dass sie geschätzt werden und ein integraler Bestandteil der britischen Gesellschaft sind.