Bewertung:

Das Buch bietet eine gründliche Analyse der Geschlechterkonflikte im Weimarer Deutschland und stellt gleichzeitig eine Verbindung zwischen historischen Fragen und aktuellen Problemen her. Es ist gut strukturiert und klar geschrieben und macht komplexe Ideen zugänglich.
Vorteile:Ausgezeichnete Analyse, klarer und einnehmender Schreibstil, Denkanstöße, wertvolle Einblicke in die Moderne und Postmoderne, gut strukturierter Inhalt, nützlich für die Weimarer Studien.
Nachteile:Manche finden es trocken und lehrbuchartig, möglicherweise langweilig für Leser, die nach spannenderen Erzählungen suchen.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Gender and Sexuality in Weimar Modernity: Film, Literature, and New Objectivity""
Richard McCormick wirft einen neuen Blick auf die Krise der Geschlechter in der Weimarer Republik durch die Analyse ausgewählter kultureller Texte, sowohl in der Literatur als auch im Film, die unter dem Etikett „Neue Sachlichkeit“ zusammengefasst werden.
Die „Neue Sachlichkeit“ zeichnete sich durch eine nüchterne und unsentimentale Umarmung der urbanen Moderne aus, die im Gegensatz zur Technikfeindlichkeit des Expressionismus und dem Glauben an eine „auratische“ Kunst stand. Diese Bewegung war zutiefst geschlechtsspezifisch - der Inbegriff der „Neuen Sachlichkeit“ war die „Neue Frau“ - berufstätig, sexuell emanzipiert und unsentimental.
Das Buch zeichnet die Krise der männlichen und weiblichen Geschlechtsidentitäten nach und zeigt, wie eine Vielzahl von Erzählungen dieser Zeit eine Reihe von sozialen Ängsten auf die sexuellen Beziehungen überträgt.