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Anti-Black Literacy Laws and Policies
EINE GEGENERZÄHLUNG.
Dieses bahnbrechende Buch deckt auf, wie der gegen Schwarze gerichtete Rassismus von der Kolonialzeit bis in die Gegenwart Gesetze, Strategien und Bräuche, die gegen die Alphabetisierung gerichtet sind, beeinflusst und aufrechterhalten hat. Als Gegenerzählung der Geschichte der schwarzen Alphabetisierung in den Vereinigten Staaten deckt das Buch durch seine historische Brille die ineinandergreifenden politischen und sozialen Strukturen auf, die es immer wieder versäumt haben, die Lese- und Schreibfähigkeit schwarzer Schüler zu fördern. Arlette Ingram Willis führt die Leserinnen und Leser durch die Auswirkungen des antischwarzen Rassismus auf die Alphabetisierung, indem sie die uneingestandene Geschichte der schwarzen Alphabetisierung aufzeigt und dokumentiert, die untrennbar mit der Geschichte der weißen Vorherrschaft verbunden ist.
In aufschlussreichen Kapiteln entlarvt, hinterfragt und analysiert Willis unwiderlegbare historische Beweise für die sozialen, politischen und rechtlichen Bemühungen, den gleichberechtigten Zugang zur Alphabetisierung zu verweigern. Die Kapitel umfassen eine eingehende Entwicklung der Rolle der weißen Vorherrschaft und des Schadens, den sie verursacht, wenn sie den Fortschritt schwarzer Leser verhindert; eine kritische Untersuchung der empirischen Forschung und der zugrundeliegenden ideologischen Annahmen, die zur Einschränkung des Zugangs zur Alphabetisierung geführt haben; und eine Überprüfung von Bundes- und Staatsdokumenten, die den Zugang zum Lesen für Schwarze einschränkten. Willis verwebt im gesamten Text historische Vignetten als Gegenmittel gegen die Beschönigung der Geschichte der Alphabetisierung von Schwarzen in den USA und gibt Empfehlungen, wie rassistische Leseforschung und Gesetze abgebaut werden können. Indem sie die Erfahrungen der Schwarzen in den USA in den Mittelpunkt der Erzählung stellt, verlagert Willis die Diskussion und legt den Fokus nicht nur auf die historischen Auswirkungen solcher Gesetze und Maßnahmen, sondern auch auf ihre Verbindungen zu den heutigen Gesetzen und Maßnahmen.
Dieser Text ist ein unverzichtbares Werk für Wissenschaftler, Studenten und politische Entscheidungsträger in den Bereichen Leseerziehung, Leseforschung, Bildungsgeschichte und soziale Gerechtigkeit. Es handelt sich um eine definitive Geschichte der pädagogischen und rechtlichen Strukturen, die Generationen von Schwarzen geschadet haben.