Bewertung:

Das Buch ist eine philosophische Erkundung der Maskenbildnerei, insbesondere im Zusammenhang mit prothetischem Make-up und seinen psychologischen Implikationen. Es befasst sich mit Themen wie körperliche Verwandlung, Identität und die Wahrnehmung des Publikums und bietet eher eine eingehende Perspektive als praktische Anleitungen.
Vorteile:Die Leserinnen und Leser schätzen die durchdachte und intelligente Analyse der psychologischen und philosophischen Aspekte der Maskenbildnerei, die hochwertigen Fotografien und die Fähigkeit des Buches, Kreativität und Erkundung in diesem Bereich anzuregen. Es wird für akademische Zwecke und für das Studium der Maskenbildnerei empfohlen.
Nachteile:Viele Rezensenten erwarteten mehr praktische Ratschläge und Anleitungen und empfanden den philosophischen Schwerpunkt als zu gelehrt oder nicht das, was sie erwartet hatten. Einige meinten, das Buch sei eher für theoretische Diskussionen als für die praktische Anwendung geeignet.
(basierend auf 9 Leserbewertungen)
Making Faces, Playing God: Identity and the Art of Transformational Makeup
Eine Maske zu tragen - ein anderes Gesicht aufzusetzen - verkörpert eine grundlegende menschliche Fantasie, andere Körper zu bewohnen und andere Leben zu erleben.
In diesem umfangreich illustrierten Buch untersucht Thomas Morawetz, wie die Herstellung von Verwandlungsschminke für Theater, Film und Fernsehen diese Fantasie der Selbstverwandlung erfüllt und den menschlichen Wunsch befriedigt, „der Andere“ zu werden. Morawetz erörtert zunächst die kulturelle Rolle von Verwandlungsphantasien und was diese Phantasien über Fragen der persönlichen Identität aussagen.
Dann wendet er sich professionellen Maskenbildnern zu und beschreibt ihren Hintergrund, ihre Ausbildung, ihren Werdegang und vor allem die Techniken, mit denen sie ihre Kunst schaffen. Anhand zahlreicher Vorher-Nachher-Fotos von Verwandlungs-Make-ups aus beliebten und wenig bekannten Shows und Filmen, aus der Werbung sowie aus Demos und Portfolios von Künstlern zeigt er die Kunst und Fantasie, die hinter sechs Arten von Masken stecken: die Darstellung von Dämonen, die Darstellung von Außerirdischen, die Erfindung von Verkleidungen, die Verwandlung von Schauspielern in andere (ältere, schwerere, entstellte) Versionen ihrer selbst und die Erschaffung historischer oder mythologischer Figuren.