Bewertung:

Das Buch „Glamour: Women, History, Feminism“ von Carol Dyhouse ist eine gut recherchierte wissenschaftliche Untersuchung des Konzepts des Glamours, insbesondere aus feministischer Sicht. Sie bietet eine historische und kulturelle Analyse, die zeigt, wie sich der Glamour entwickelt hat und wie er von Frauen zur Ermächtigung genutzt wurde. Während viele Leserinnen und Leser das Buch interessant und informativ finden, gehen die Meinungen über seinen akademischen Stil und seine Zugänglichkeit auseinander.
Vorteile:Das Buch ist gut recherchiert und durchdacht präsentiert, mit zahlreichen Abbildungen von Vintage-Mode und Accessoires. Die Leserinnen und Leser schätzen die interessanten historischen Einblicke, die feministische Perspektive auf Glamour als Ermächtigung und die verständliche Schreibweise sowohl für akademische als auch für Gelegenheitsleser. Auch der Fokus auf britischen Glamour und die Einbeziehung von Diskussionen über soziale Normen und die Geschichte der Frauen werden gelobt.
Nachteile:Einige Leser finden das Buch zu akademisch und trocken, was den Lesegenuss mindert. Es wird bemängelt, dass es an einer starken Autorenstimme und Erzählstruktur mangelt, insbesondere in den Abschnitten, die sich mit der jüngeren Geschichte befassen. Außerdem erwähnen einige Rezensenten, dass das Buch nicht so fesselnd und zugänglich ist, wie sie es sich erhofft hatten, und schlagen vor, dass es eher als Nachschlagewerk oder Lehrbuch denn als Gelegenheitslektüre dienen könnte.
(basierend auf 22 Leserbewertungen)
Wie verstehen wir Glamour? Hat er die Frauen gestärkt oder sie zu Objekten gemacht? Ist der Glamour, der einst mit Modernität und Fortschrittlichkeit assoziiert wurde, heute mit Nostalgie und Tradition verbunden?
Dieses einzigartige und faszinierende Buch erzählt die Geschichte des Glamours. Es erforscht die wechselnden Bedeutungen des Wortes, seine Beziehung zu Weiblichkeit und Mode und seinen Platz in der Sozialgeschichte des zwanzigsten Jahrhunderts. Jahrhunderts. Anhand einer Vielzahl von Quellen - von Frauenzeitschriften und Filmen bis hin zu sozialen Erhebungen und Lebensgeschichten - untersucht Carol Dyhouse mit Witz und Einfühlungsvermögen die Geschichte und Bedeutung von Kostüm, Kosmetik, Parfüm und Pelz.
Dyhouse entwirrt einige der Argumente rund um Weiblichkeit, Aussehen und Macht und spricht dabei direkt feministische Anliegen an. Das Buch untersucht historische Kontexte, in denen Glamour als Ausdruck des weiblichen Begehrens und als Behauptung des Anspruchs auf die Freuden des Wohlstands diente, und argumentiert schließlich, dass Glamour nicht einfach als unterdrückerisch oder als Männerphantasie abgetan werden kann, sondern eine feierliche Bedeutung für Frauen haben kann.