Bewertung:

Heartthrobs von Carol Dyhouse erforscht die Geschichte des weiblichen Begehrens durch die Brille kultureller Figuren und medialer Darstellungen von Männern. Während viele Rezensenten die einzigartige Perspektive und die Tiefe der Forschung schätzen, fanden einige den Ton zu akademisch und die Erforschung zu oberflächlich, um tiefgreifende Einsichten zu vermitteln. Das Buch befasst sich mit kulturellen Veränderungen im Laufe der Zeit, kann sich aber für Leser, die mit historischen Bezügen nicht vertraut sind, unzusammenhängend anfühlen.
Vorteile:⬤ Bietet eine einzigartige Perspektive auf das weibliche Begehren und seine Entwicklung.
⬤ Umfassende Recherchen und zahlreiche Verweise erhöhen die Glaubwürdigkeit.
⬤ Spannende Diskussion der Kulturgeschichte im Zusammenhang mit Heartthrobs.
⬤ Potenzial für den Einsatz im Unterricht.
⬤ Der Ton ist übermäßig akademisch und trocken, es fehlt an Humor und Engagement.
⬤ Viele historische Bezüge könnten einigen Lesern nicht geläufig sein.
⬤ Es fehlt an Tiefe und Details bei der Erforschung der Gründe für das Verlangen der Frauen nach bestimmten männlichen Figuren.
⬤ Kann in seiner Analyse repetitiv und oberflächlich sein.
(basierend auf 12 Leserbewertungen)
Heartthrobs: A History of Women and Desire
Von Träumen von Märchenprinzen oder schneidigen Militärhelden bis hin zur Verlockung dunkler Fremder und vampirischer Liebhaber; von Rockstars und Rebellen bis hin zu Seelenverwandten, verlässlichen Familientypen oder einfach nur guten Begleitern - weibliche Männerfantasien erzählen uns viel über die Geschichte der Frauen. In Heartthrobs zeigt Carol Dyhouse anhand von Literatur, Kino und populären Liebesromanen, wie die sich wandelnde kulturelle und wirtschaftliche Stellung der Frauen ihre Träume von Männern geprägt hat.
Als Mädchen noch als schrumpfende Veilchen galten, riskierten leidenschaftliche Frauen, als „ungezügelt“ oder gefährlich außer Kontrolle zu gelten. Der Wandel vollzog sich nur langsam, und junge Frauen blieben in einer Zwickmühle gefangen: Sie brauchten zwar einen Ehemann, um zu überleben, mussten aber vermeiden, wie eine Goldgräberin auszusehen. Zeigte man seine Anziehungskraft zu offen, konnte man als „schnell“ und unerwünscht gelten. Bildung und Lohnarbeit brachten Unabhängigkeit und eine Erweiterung des Horizonts für Frauen.
Diese neuen wirtschaftlichen Wesen zeigten einen anhaltenden Appetit auf Romane, Kinobesuche und den Tanzsaal. Sie seufzten über Rudolph Valentinos Leinwandauftritte als Tangotänzer oder arabischer Stammesangehöriger und Wüstenliebhaber. Frauen mögen für diese Obsessionen belächelt worden sein, aber als Konsumenten hatten sie ein neues Gewicht. Dieses Buch zeigt die sich wandelnden Muster des Begehrens auf und betrachtet die Männer mit den Augen der Frauen.