
Bones Incandescent: The Pajarito Journals of Peggy Pond Church
Eine "persönliche Ökologie" nannte die Dichterin und Schriftstellerin Peggy Pond Church die Tagebücher, die sie mehr als fünfzig Jahre lang auf dem Pajarito Plateau in New Mexico führte. Churchs Werke erschienen regelmäßig in Poetry und Saturday Review of Literature, und ihre Biografie über Edith Warner, The House at Otowi Bridge, wurde zu einem regionalen Klassiker.
Sie hatte eine tiefe Beziehung zu dem Ort, der heute vor allem durch die Los Alamos Laboratorien und das Manhattan-Projekt bekannt ist. Die Tagebücher, die sie von ihrer Kindheit in den 1930er Jahren bis zu ihrem Todesjahr 1986 führte, sind Studien über die spirituellen und psychologischen Reaktionen auf die Landschaft, die ihre Sensibilität und kreative Energie prägten. Die Hochebene, die sie liebte, wurde sowohl ihr Thema als auch die Grundlage für ihre Verbindung zu anderen Schriftstellerinnen, insbesondere zu Warner, Mary Austin und May Sarton.
Church, so Armitage, hat uns eine ausgedehnte Lyrik geschenkt, die für das wachsende kritische Bewusstsein für die Autobiografie von Frauen, für Landschaftsstudien und Kreativität von wesentlicher Bedeutung ist: Die Erde war für uns nicht nur eine gütige Mutter, sondern ein Ort der Ungewissheit und der Fremdheit. Unter unseren Füßen herrschte ein Chaos, das gelegentlich in unseren Träumen ausbrach... Ich war zehneinhalb Jahre alt, als ich Pajarito zum ersten Mal sah und erfuhr, wie es war, innerhalb der Grenzen einer einst heiligen Welt zu leben.
Zwei Linien - die Erde als Persona für die mächtige Mutter, das Terrain als heilig an sich - werden zu Fäden der Konsequenz, die Church selbst bei der Bearbeitung der Original-Tagebücher zurückverfolgt. In einem inneren Dialog, der "durch das Rot von Churchs Schreibmaschinenband, das auf das ursprüngliche Schwarz reagiert", dokumentiert wird, bemerkt Armitage die Abdrücke der frühesten Kindheit: "Ich erinnere mich, wie ich mich in Pajarito zum ersten Mal in die Morgendämmerung verliebte, wie ich vor Tagesanbruch barfuß, in khakifarbener Middy-Bluse und Unterhose die steile Treppe zwischen dem Zimmer meiner Eltern und meinem hinunterging. ...
der fahle Himmel vor dem Morgengrauen, der eine Resonanz auf alle Morgenstunden meines Lebens hervorrief... die Stille einer wortlosen Welt.