
God the Created: Pragmatic Constructive Realism in Philosophy and Theology
In God the Created entwickelt Benjamin Chicka eine Untersuchungsmethode und ein Programm für die Theologie, das er als "pragmatisch-konstruktiven Realismus" bezeichnet. Obwohl er am stärksten vom amerikanischen Pragmatismus, insbesondere von Charles S.
Peirce, beeinflusst ist, stützt sich Chickas Methode auf eine Vielzahl von Quellen, die von Platon bis zu Karl Popper, Paul Tillich und dem Gebiet der Biosemiotik reichen. Chicka stellt den pragmatischen konstruktiven Realismus als ein Mittel vor, um die binären Debatten zwischen Realismus und Antirealismus sowohl in der Philosophie als auch in der Theologie zu überwinden, und seine Fruchtbarkeit wird durch die Untersuchung der philosophischen Theologien von John Cobb und Robert Cummings Neville gezeigt. Das Ergebnis dieser Auseinandersetzung ist eine neuartige Hypothese über Gott, die legitime Kritik sowohl an der Prozesstheologie (Cobb) als auch an der Theologie des Grundes des Seins (Neville) aufgreift und gleichzeitig Einsichten aus beiden Denkweisen integriert.
Gottes Transzendenz und Immanenz, Indeterminiertheit und Determiniertheit werden uneingeschränkt bejaht. Die gesamte Argumentation dient als Beispiel dafür, warum eine fehlbare und pluralistische Form der Theologie, die Unterschiede annimmt und daraus lernt, anstatt sie zu beseitigen, für die Zukunft der Theologie wichtig ist.