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Greek Laughter: A Study of Cultural Psychology from Homer to Early Christianity
Das erste Buch, das eine ganzheitliche Betrachtung der antiken griechischen Einstellung zum Lachen bietet.
Anhand von Material aus verschiedenen Gattungen und Kontexten analysiert das Buch sowohl die Theorie als auch die Praxis des Lachens als aufschlussreichen Ausdruck der griechischen Werte und Mentalitäten. Die griechische Gesellschaft entwickelte besondere Institutionen, um das Lachen als eine Fähigkeit zu zelebrieren, die die Kluft zwischen Menschen und Göttern überbrücken konnte; aber sie fürchtete auch das Lachen, weil es Einzelne und Gruppen der Schande und sogar der Gewalt aussetzen konnte.
Im Spannungsfeld zwischen Vergnügen und Schmerz, Freundschaft und Feindschaft wurde das Lachen zu einem Thema, das in verschiedenen Kontexten immer wieder von Interesse war. Anhand eines ausgefeilten kulturgeschichtlichen Modells zeichnet Stephen Halliwell die Ausarbeitung des Themas in einer Reihe wichtiger Texte nach: Er geht weit über moderne Darstellungen des „Humors“ hinaus und zeigt, wie die Wahrnehmung des Lachens dazu beitrug, die griechischen Vorstellungen von Körper, Geist und Lebenssinn zu prägen.