Bewertung:

In den Rezensionen zu „Großzügiges Denken“ von Kathleen Fitzpatrick wird eine durchdachte Kritik an den derzeitigen Hochschulmodellen geäußert, in der die Notwendigkeit einer Abkehr von Hyperindividualismus und Wettbewerb hin zu gemeinschaftsorientierten Werten betont wird. Während das Buch für seine wichtigen Absichten und seine verständliche Sprache gelobt wird, wird es auch für seine Vagheit, seinen vermeintlichen Elitismus und seinen Mangel an konkreten Lösungen kritisiert.
Vorteile:⬤ Schlägt einen wertvollen Wandel hin zu Gemeinschaft und Zusammenarbeit in der Hochschulbildung vor.
⬤ Spricht drängende Probleme wie Burnout und die Prestigeökonomie in der Wissenschaft an.
⬤ Zugänglicher Text, der zum Nachdenken unter Pädagogen und politischen Entscheidungsträgern anregt.
⬤ Gibt Hoffnung auf ein engagierteres und öffentlichkeitsorientiertes Universitätssystem.
⬤ Betont die Rolle der Geisteswissenschaften bei der Förderung eines „großzügigen Denkens“.
⬤ Kritisiert wird, dass es an konkreten Lösungen mangelt und das Buch etwas vage ist.
⬤ Einige Leser sind der Meinung, dass sich das Buch in erster Linie an festangestellte Professoren richtet und daher für ein breiteres Publikum weniger zugänglich ist.
⬤ Der Schreibstil wird als langwierig und mäandernd beschrieben.
⬤ Einige Rezensenten sind der Meinung, dass es keine ausreichend radikalen oder einzigartigen Ideen vorschlägt.
⬤ Möglicherweise findet es keinen Anklang bei denjenigen, die nicht aus dem akademischen Bereich kommen oder die mit der Hochschullandschaft nicht vertraut sind.
(basierend auf 15 Leserbewertungen)
Generous Thinking: A Radical Approach to Saving the University
Die Hochschulbildung nimmt in der amerikanischen Kultur des einundzwanzigsten Jahrhunderts einen schwierigen Platz ein. Jahrhunderts. Universitäten - die Institutionen, die so viel Verantwortung für die künftige Gesundheit unserer Nation tragen - stehen im Widerspruch zu der Öffentlichkeit, der sie eigentlich dienen sollen. Wie Kathleen Fitzpatrick feststellt, ist es zwingend erforderlich, dass wir den Auftrag der Universität wieder in den Mittelpunkt stellen, um das verlorene Vertrauen wiederherzustellen. Kritisches Denken - das Herzstück der akademischen Arbeit - kann heute oft neue Ideen negieren, ablehnen und zurückweisen.
In einer Zeit, die durch einen grassierenden Anti-Intellektualismus gekennzeichnet ist, fordert Fitzpatrick die Wissenschaft auf, konstruktiv statt konkurrierend zu denken und neue Ideen zu entwickeln, statt alte zu zerstören. Sie fordert uns auf, die Art und Weise, wie wir Geisteswissenschaften lehren, zu überdenken und unsere Aufmerksamkeit auf die menschlichen Ziele - den Wunsch nach Gemeinschaft und Verbindung - zu lenken, denen die Geisteswissenschaften am besten dienen können. Ein Schlüsselaspekt dieses Wandels ist die Förderung einer Atmosphäre, die Fitzpatrick als "großzügiges Denken" bezeichnet, eine Art des Engagements, die das Zuhören gegenüber dem Sprechen, die Gemeinschaft gegenüber dem Individualismus und die Zusammenarbeit gegenüber dem Wettbewerb betont.
Fitzpatrick schlägt Wege vor, wie jeder, dem die Zukunft der Hochschulbildung am Herzen liegt, daran arbeiten kann, bessere Beziehungen zwischen unseren Hochschulen und Universitäten und der Öffentlichkeit aufzubauen und damit die Art und Weise, wie unsere Gesellschaft funktioniert, zu verändern. Sie ermutigt interessierte Stakeholder, den Anliegen der anderen zuzuhören und sich offen mit ihnen auseinanderzusetzen, indem sie gemeinsam Ideen lesen und erforschen; indem sie kollektive Projekte ins Leben rufen, die sich auf gemeinsame Interessen konzentrieren; und indem sie sicherstellen, dass unsere Hochschulen so strukturiert sind, dass sie die Arbeit für das Gemeinwohl unterstützen und fördern. Großzügiges Denken ist ein kühnes Buch, das darüber nachdenkt, wie und warum wir Geisteswissenschaften lehren, und das die Fähigkeit zur Empathie und zum Aufbauen privilegiert, anstatt sie einfach zu zerreißen.