Bewertung:

Das Buch ist eine wertvolle Sammlung von Tlingit-Legenden, die akribisch aufgezeichnet und sowohl in der Originalsprache als auch in der englischen Übersetzung präsentiert werden. Es bietet Einblicke in die Tlingit-Kultur und -Sprache, auch wenn es für einige Leser aufgrund der Verwendung von einheimischen Wörtern eine Herausforderung darstellen könnte.
Vorteile:Enthält die Originalsprache mit englischer Übersetzung, aufschlussreiche Kommentare zu den Tlingit-Legenden, präsentiert die Geschichten auf eine Art und Weise, die ihre mündliche Überlieferung einfängt, wichtig für das Verständnis der Tlingit-Kultur, hochwertige Arbeit der Autoren, unterhaltsame und fesselnde Lektüre.
Nachteile:Die Schrift ist archaisch und ähnelt Schreibmaschinentext, kann aufgrund der vielen einheimischen Wörter schwierig zu lesen sein.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
Haa Shuk, Our Ancestors: Tlingit Oral Narratives
Diese fesselnden und kraftvollen Prosaerzählungen berichten von monumentalen Ereignissen im Leben der Vorfahren der Tlingit-Clans, von der prähistorischen Wanderung an die Küste Südostalaskas bis zum ersten Kontakt mit den Europäern. Die Geschichten wurden von den 1960er Jahren bis heute von zwölf Überlieferungsträgern aufgezeichnet, die die Berichte von haa shuka, was "unsere Vorfahren" bedeutet, an künftige Generationen weitergeben. Ihre Erzählungen berichten über den Ursprung sozialer und spiritueller Konzepte und erklären die komplexen Beziehungen der Mitglieder eines bestimmten Clans zu ihren Verwandten in anderen Clans, zu den Geistern des Landes, in dem die Entlüftungen stattfanden, zu den Geistern der verstorbenen Vorfahren und zu den Geistern verschiedener Tiere, darunter Schwertwale und Bären.
Der Schwerpunkt liegt hier auf den Geschichten und den Geschichtenerzählern selbst, die ein erstaunlich unterschiedliches Leben führten, das ein wenig die Komplexität des Tlingit-Lebens im 20. Jahrhundert widerspiegelt, einer Zeit, die durch beispiellose politische, wirtschaftliche und soziale Veränderungen gekennzeichnet war. Die Geschichten wurden in Tlingit erzählt und dann von den Tonbandaufzeichnungen transkribiert. Die Herausgeber haben sich bemüht, die Geschichten so zu schreiben, wie sie erzählt wurden, und sie dann ins Englische zu übersetzen, wobei der einzigartige mündliche Stil der Tlingit beibehalten wurde.
Dieses Buch ist sowohl für den allgemeinen Leser der indianischen Literatur und der vergleichenden Literaturwissenschaft als auch für Volkskundler, Linguisten und Anthropologen von Interesse. Von besonderem Interesse für Sprachwissenschaftler sind die neuen Texte (transkribiert in drei verschiedenen Tlingit-Dialekten), die viele bisher unbekannte grammatikalische Formen enthalten.