Bewertung:

Das Buch bietet durch Reden und Geschichten einen tiefen Einblick in die Tlingit-Kultur und ist damit sowohl für Mitglieder der Tlingit-Gemeinschaft als auch für Außenstehende, die sich für ihr Erbe interessieren, eine wertvolle Quelle.
Vorteile:Das Buch steht in engem Zusammenhang mit der Tlingit-Kultur, bietet bedeutungsvolle Zusammenhänge und Einblicke und wird durch Beiträge von Tlingit-Ältesten und -Professoren bereichert. Es spricht ein breites Publikum an, auch außerhalb der Tlingit-Abstammung, was es zu einer lehrreichen und fesselnden Lektüre macht.
Nachteile:In den Rezensionen werden keine besonderen Nachteile erwähnt, was auf eine große Wertschätzung des Buches ohne nennenswerte Kritikpunkte hindeutet.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Haa Tuwunagu Ys, for Healing Our Spirit: Tlingit Oratory
Haa Tuwunaagu Yis, for Healing Our Spirit ist die erste Veröffentlichung von Tlingit-Rednern, die bei ihren Auftritten aufgezeichnet wurden. Sie enthält Tlingit-Texte mit englischen Übersetzungen und ausführlichen Kommentaren, Fotos der Redner und der Orte, an denen die Reden gehalten wurden, sowie Biografien der Ältesten. Es gibt zweiunddreißig Reden von einundzwanzig Tlingit-Ältesten. Die meisten wurden zwischen 1968 und 1988 aufgenommen, aber zwei Reden wurden 1899 von der Harriman-Expedition in Sitka auf Wachszylindern aufgezeichnet und sind die ältesten bekannten Tonaufnahmen der Tlingit.
Das Buch ist sowohl für einheimische als auch für nicht einheimische Leser von Bedeutung. Für Menschen mit indianischem Erbe enthält es Konzepte, die von den Älteren verstanden und praktiziert werden, die aber für sie schwer zu erklären sind und die jüngere Generationen oft verwirren. Für Menschen in aller Welt, die sich für die Kultur der Nordwestküste interessieren, bietet es neue Einblicke in eine traditionelle Weltsicht und die Klassiker der mündlichen Tlingit-Literatur.
Nora Marks Dauenhauer, eine Tlingit-Muttersprachlerin und veröffentlichte Dichterin mit einem Abschluss in Anthropologie, und ihr Ehemann Richard Dauenhauer, ein Übersetzer europäischer Poesie und ehemaliger Poet Laureate von Alaska mit einem Doktortitel in vergleichender Literaturwissenschaft, haben die Transkription, die Übersetzung und die Kommentierung mit großer Sorgfalt vorgenommen.