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Halfway House: Prisoner Reentry and the Shadow of Carceral Care
Ein Einblick in die Schwierigkeiten ehemaliger Häftlinge beim Wiedereinstieg in die Gesellschaft
Jedes Jahr bereiten sich rund 650.000 Menschen auf ihre Rückkehr in die Gesellschaft vor, nachdem sie aus staatlichen und bundesstaatlichen Gefängnissen entlassen wurden. In Halfway House wirft Liam Martin einen Blick auf ihre schwierige Reise und nimmt uns mit hinter die Kulissen von Bridge House, einem Resozialisierungsprogramm in der Nähe von Boston, Massachusetts.
Auf der Grundlage von dreijährigen Recherchen untersucht Martin die Hindernisse, mit denen diese ehemaligen Häftlinge in der realen Welt konfrontiert sind. Von der Drogensucht bis zur Armut schildert er die Höhen und Tiefen des Lebens nach der Haft in lebendigen, fesselnden Details. Er zeigt uns, wie es ist, in einer Resozialisierungseinrichtung zu leben, und gibt uns einen seltenen Einblick in deren Rolle in einem dichten und oft verwirrenden Netz von Organisationen, die die Wiedereingliederung von Gefangenen regeln.
Martin fordert uns auf, die Möglichkeiten - und Fallstricke - des Einsatzes von Resozialisierungseinrichtungen zur Bewältigung der schlimmsten Auswüchse der Masseninhaftierung zu überdenken. Halfway House ist ein Porträt des Lebens im langen Schatten des Karzeralstaates und lässt uns die Kämpfe des Wiedereinstiegs mit den Augen ehemaliger Gefangener sehen.