
Downhome Gospel
Eine Studie über den Einfluss des Gospels auf das soziale Bewusstsein in einer Region des Südens, in der es keine Plantagenwirtschaft gab Jerrilyn McGregory erforscht sakrale Musik und spirituellen Aktivismus in einer wenig bekannten Region des Südens - dem Wiregrass Country in Georgia, Alabama und Nordflorida. Sie untersucht die afroamerikanische Kirchenmusik außerhalb der sonntäglichen kirchlichen Aktivitäten und zeigt, dass Gesangskongresse und Jubiläumsprogramme sowohl spirituelle als auch soziale Bedürfnisse befriedigen.
In dieser Region pflegen die Afroamerikaner eine soziale Welt, die sie selbst geschaffen haben. Ihre kulturellen Darbietungen umfassen einige der am weitesten verbreiteten Formen afroamerikanischer geistlicher Musik - Spirituals, Common Meter, Sacred Harp, Shape-Note, traditionelle und zeitgenössische Gospels. Die Kontexte, in denen sie singen, umfassen auch heutige Anlässe wie den zwanzigsten Mai (Tag der Emanzipation), Burial League Turnouts und den Fünften Sonntag.
Diese ethnografische Studie zeichnet nicht die Entwicklung der afroamerikanischen Kirchenmusik nach, sondern konzentriert sich auf zeitgenössische kulturelle Darbietungen, die fast ausschließlich von Frauen stammen und alle Formen umfassen. Diese Frauen vertreten eine feministische Theologie, um das Überleben ihrer Gemeinschaften und persönlichen Netzwerke zu sichern. Sie nehmen Führungsrollen ein, die dem Test der Zeit standhalten.
Ihr spiritueller Aktivismus stellt sich als eine Lebensweise dar. In Wiregrass Country ist "Du musst nicht wie ein Engel singen" eine häufig geäußerte Meinung. Für die lokalen Anhänger ist "gute" Musik die Musik Gottes, unabhängig von der Art und Weise, wie sie vorgetragen wird.
Daher präsentiert Downhome Gospel Gospelmusik als mehr als nur einen transzendenten Klang. Es ist lokaler spiritueller Aktivismus, der groß geschrieben wird, und die gute Nachricht, die die Seele froh macht.