Bewertung:

In den Rezensionen des Buches findet sich eine Mischung aus Anerkennung und Kritik an der Behandlung von Heideggers Philosophie. Während einige Leser die Klarheit, die Tiefe und das kritische Engagement des Buches loben, zeigen sich andere enttäuscht über die theologische Voreingenommenheit und die unzureichende Kritik an Heideggers Methoden.
Vorteile:⬤ Ein klarer und prägnanter Überblick über Heideggers Philosophie.
⬤ Die Auseinandersetzung mit dem ontisch-ontologischen Verhältnis ist effektiv.
⬤ Nachdenkliche Verbindungen zu christlichen Philosophen.
⬤ Erweitert das Verständnis, statt es einzuschränken.
⬤ Geeignet für Leser mit Vorkenntnissen über Heidegger.
⬤ Theologische Voreingenommenheit mag nicht alle Leser ansprechen.
⬤ Es fehlt eine rigorose Kritik von Heideggers philosophischen Methoden.
⬤ Einige Leser finden den Text unklar oder nicht überzeugend.
⬤ Für Anfänger in der Philosophie möglicherweise nicht geeignet.
(basierend auf 6 Leserbewertungen)
Heidegger: A (Very) Critical Introduction
Martin Heidegger ist eines der größten Rätsel der philosophischen Welt, abwechselnd unglaublich inspirierend und verblüffend frustrierend. S.
J. McGrath räumt ein, dass es unmöglich ist, Heidegger in einer Nussschale zusammenzufassen, und lehnt es ab, ihn hier in einer Zusammenfassung zu präsentieren und damit das Publikum von der Aufgabe zu entbinden, den Philosophen zu lesen. Stattdessen ist diese Einführung wirklich diese 2; sie führt die Leser zu Heidegger, wo sie dann ihre eigene Beziehung zu ihm beginnen oder fortsetzen können.
McGrath befasst sich ausführlich mit Heideggers Exkurs in die Ontologie, für die er am berühmtesten ist, da er sie im zwanzigsten Jahrhundert im Alleingang wiederbelebt hat. Ein Kapitel ist auch Heideggers Phänomenologie gewidmet, einschließlich einer Untersuchung seines bekanntesten Werks, Sein und Zeit.
Kein Buch über Heidegger wäre vollständig ohne eine Erörterung seines Lebens als Nazi, und McGrath entzieht sich dieser Pflicht nicht, indem er ein Kapitel über die Politik des Philosophen anbietet. Auch seine Ethik und Theologie werden enthusiastisch behandelt, was diesem täuschend kleinen Buch eine sehr große Bandbreite verleiht.
McGrath schreibt: "Wenn ich mir in diesem Buch die Mühe mache, auf etwas hinzuweisen, das an Heideggers Philosophie grundsätzlich falsch ist, dann nur, weil es so viel Richtiges an ihr gibt. Nichtsdestotrotz schließt das Buch mit einer nachdenklichen Erklärung, warum McGrath selbst, obwohl ein Bewunderer, kein Heideggerianer ist.