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Heidegger and the Thinking of Place: Explorations in the Topology of Being
Die philosophische Bedeutung des Ortes - in Heideggers Werk und als Mittelpunkt einer besonderen Art des philosophischen Denkens.
Die Idee des Ortes - des Topos - durchzieht Martin Heideggers Denken fast von Anfang an. Sie zeigt sich nicht nur in seiner Bindung an die berühmte Hütte in Todtnauberg, sondern auch in der ständigen Verwendung topologischer Begriffe und Bilder sowie im situierten, „platzierten“ Charakter seines Denkens und seiner wichtigsten Themen und Motive. Heideggers Werk, argumentiert Jeff Malpas, ist ein Beispiel für die Praxis der „philosophischen Topologie“. In Heidegger and the Thinking of Place (Heidegger und das Denken des Ortes) untersucht Malpas die topologischen Aspekte von Heideggers Denken und bietet eine breitere Ausarbeitung der philosophischen Bedeutung des Ortes. Dabei bietet er einen eigenständigen und produktiven Zugang zu Heidegger sowie eine neue Lesart anderer Schlüsselfiguren - insbesondere Kant, Aristoteles, Gadamer und Davidson, aber auch Benjamin, Arendt und Camus.
Malpas erweitert seine Argumente aus seinem früheren Buch Heidegger's Topology (MIT Press, 2007) und erörtert Themen wie die Rolle des Ortes im philosophischen Denken, den topologischen Charakter des Transzendentalen, die Konvergenz der Heidegger'schen Topologie mit der Davidson'schen Triangulierung, die Notwendigkeit der Sterblichkeit für die Möglichkeit des menschlichen Lebens, die Rolle der Materialität in der Kunst, die Bedeutung der Nostalgie und die Natur der Philosophie als Beginn des Wunders. Philosophie, so argumentiert Malpas, beginnt im Staunen und beginnt am Ort und in der Erfahrung des Ortes. Der Ort des Staunens, der Philosophie, des Fragens, schreibt er, ist der Topos des Denkens selbst.