Bewertung:

Das Buch bietet eine einzigartige Interpretation von Heideggers Werk, die traditionelle Ansichten über die Relevanz der Zeit in Frage stellt und sich auf Themen wie Wahrheit, Ereignis und Ort konzentriert. Es zielt darauf ab, die Philosophie des späten Heidegger wieder salonfähig zu machen und dabei ein breites Spektrum philosophischer Traditionen einzubeziehen.
Vorteile:Einzigartige Perspektive auf Heidegger, Auseinandersetzung mit zeitgenössischen philosophischen Debatten, Abdeckung mehrerer Werke und Themen jenseits von 'Sein und Zeit', günstiger Preis, schnelle Lieferung.
Nachteile:Für manche Leser mag es eine Herausforderung sein, Malpas' Neubewertung von Heideggers Spätwerk und seine Konzentration auf andere Themen als die Zeit zu akzeptieren.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Heidegger's Topology: Being, Place, World
Diese bahnbrechende Untersuchung über die zentrale Rolle des Ortes in Martin Heideggers Denken bietet nicht nur eine erhellende Lektüre von Heideggers Denken, sondern auch eine detaillierte Untersuchung der Art und Weise, in der das Konzept des Ortes mit zentralen philosophischen Fragen in Verbindung steht. In Heideggers Topologie argumentiert Jeff Malpas, dass die Beschäftigung mit dem Ort, die in Heideggers späterem Werk explizit zum Ausdruck kommt, Heideggers Denken als Ganzes prägt.
Was Heideggers Denken leitet, so Malpas, ist eine Vorstellung vom Ausgangspunkt der Philosophie: dass wir uns bereits "dort", in der Welt, an einem "Ort" befinden. Heideggers Konzepte des Seins und des Ortes sind seiner Ansicht nach untrennbar miteinander verbunden.
Malpas verfolgt die Entwicklung von Heideggers Topologie in drei Phasen: die frühe Periode der 1910er und 1920er Jahre, die sich durch Sein und Zeit auf die "Bedeutung des Seins" konzentriert; die mittlere Periode der 1930er und 1940er Jahre, die sich auf die "Wahrheit des Seins" konzentriert; und die späte Periode ab Mitte der 1940er Jahre, in der der "Ort des Seins" in den Vordergrund tritt. (Malpas wendet sich auch gegen die weit verbreiteten Argumente, die Heideggers Vorstellungen von Ort und Zugehörigkeit mit seiner Verstrickung in den Nationalsozialismus in Verbindung bringen. ) Die Bedeutung Heideggers als Denker des Ortes, so Malpas, liegt nicht nur in Heideggers eigenen Untersuchungen, sondern auch in der Art und Weise, wie das räumliche und topographische Denken von Heideggers Werk in das anderer wichtiger Denker der letzten 60 Jahre eingeflossen ist.