Heilende Arbeit: Japanische Sexarbeit in der geschlechtsspezifischen Wirtschaft

Bewertung:   (3,8 von 5)

Heilende Arbeit: Japanische Sexarbeit in der geschlechtsspezifischen Wirtschaft (Gabriele Koch)

Leserbewertungen

Zusammenfassung:

Das Buch bietet einen Überblick über die Sexindustrie in Japan, wobei der Schwerpunkt auf dem Escort liegt, und enthält Diskussionen über die kulturellen Besonderheiten der japanischen Sexarbeit und die sozioökonomischen Faktoren, die sie beeinflussen. Es wird jedoch wegen des irreführenden Titels und der mangelnden Tiefe in Bezug auf „heilende Arbeit“ und emotionale Aspekte der Sexarbeit kritisiert.

Vorteile:

Das Buch wird als ehrlich, gut recherchiert und informativ beschrieben, da es einen tiefen Einblick in die Sexindustrie in Japan gibt und dabei die kulturellen Nuancen berücksichtigt. Es macht deutlich, dass Sexarbeit für viele Frauen oft die einzige Möglichkeit ist, ihren Lebensunterhalt zu verdienen, und liefert direkte Berichte von Frauen aus der Branche.

Nachteile:

Der Titel ist irreführend, da nur ein Kapitel der „heilenden Arbeit“ gewidmet ist und viele Leserinnen und Leser mehr über die emotional unterstützenden Rollen in der Sexarbeit erwartet hatten. Das Buch konzentriert sich in erster Linie auf das Escort-Geschäft und vernachlässigt andere Formen des Erotikgewerbes, und es enthält Kapitel, die fehl am Platze erscheinen, wie das über den Menschenhandel. Kritiker bemängeln auch das Fehlen eingehender Gespräche mit Sexarbeiterinnen über ihre Gefühle gegenüber ihrer Arbeit.

(basierend auf 3 Leserbewertungen)

Originaltitel:

Healing Labor: Japanese Sex Work in the Gendered Economy

Inhalt des Buches:

Das heutige Japan beherbergt einen der weltweit größten und vielfältigsten Märkte für Sex.

Die Sexindustrie, die weithin als gesellschaftlich notwendig angesehen wird, operiert und rekrutiert offen und beschäftigt eine vielfältige Gruppe von Frauen, die von der hohen Bezahlung und dem Versprechen der Autonomie angezogen werden - deren Arbeit jedoch stigmatisiert und unaussprechlich bleibt. Basierend auf Feldforschung mit erwachsenen japanischen Frauen in der Sexindustrie Tokios untersucht Healing Labor die Beziehung zwischen den Vorstellungen der Sexarbeiterinnen darüber, was Sex ist und was er bewirkt, und den politisch-ökonomischen Rollen und Möglichkeiten, die sie sich selbst vorstellen.

Gabriele Koch zeigt auf, wie japanische Sexarbeiterinnen Sex als eine zutiefst feminisierte Fürsorge - eine heilende Arbeit - betrachten, die sowohl notwendig als auch bedeutsam für das Wohlbefinden und die Produktivität von Männern ist. In dieser nuancierten Ethnografie, die Sex als soziale Praxis mit politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen betrachtet, veranschaulicht Koch überzeugend die Zusammenhänge zwischen Frauenarbeit, Sex und der geschlechtsspezifischen Wirtschaft.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9781503610576
Autor:
Verlag:
Einband:Hardcover
Erscheinungsjahr:2020
Seitenzahl:248

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