Bewertung:

Die Rezensionen zu „Secret Historian: The Life and Times of Samuel Steward“ von Justin Spring heben die biografische Erforschung des außergewöhnlichen Lebens von Samuel Steward hervor, die seine Erfahrungen als offen schwuler Mann, Tätowierer und Professor umfasst. Die Erzählung wird für ihre gründliche Recherche, den fesselnden Schreibstil und die lebendige Darstellung des queeren Lebens im 20. Jahrhundert, einschließlich der wichtigsten historischen Persönlichkeiten und gesellschaftlichen Veränderungen, gelobt. Einige Kritiker weisen jedoch auf gelegentlich trockene Passagen und spezifische Mängel in der dargestellten Tattoo-Geschichte hin.
Vorteile:⬤ Detaillierte und akribisch recherchierte Darstellung von Samuel Stewards Leben
⬤ einnehmender Schreibstil, der die Figur zum Leben erweckt
⬤ aufschlussreiche Reflexionen über die LGBTQ+-Erfahrung im historischen Kontext
⬤ gut dokumentierte Berichte über Verbindungen mit bedeutenden kulturellen Persönlichkeiten
⬤ und eine ausgewogene Sicht auf Stewards facettenreiches Leben, von der Wissenschaft über das Tätowieren bis zur Sexualität.
⬤ Einige Teile des Buches können sich zu trocken oder lehrbuchartig anfühlen, insbesondere bei der Schilderung bestimmter sexueller Begegnungen
⬤ gewisse Ungenauigkeiten in der historischen Darstellung der Tattoo-Kultur
⬤ und das Buch kann Inhalte enthalten, die manche Leser schockierend oder unangenehm finden.
(basierend auf 116 Leserbewertungen)
Secret Historian: The Life and Times of Samuel Steward, Professor, Tattoo Artist, and Sexual Renegade
(2010 National Book Award Finalist für Sachbuch)
Secret Historian ist eine sensationelle Rekonstruktion eines der außergewöhnlichsten verborgenen Leben des zwanzigsten Jahrhunderts, die aus den geheimen, nie zuvor gezeigten Tagebüchern, Journalen und sexuellen Aufzeichnungen des Schriftstellers, Dichters und Universitätsprofessors Samuel M. Steward stammt.
Als intimer Freund von Gertrude Stein, Alice B. Toklas und Thornton Wilder führte Steward von Kindheit an ein geheimes Sexualleben und dokumentierte diese Erfahrungen in brillant lebendigen (und oft sehr lustigen) Details.
Nachdem er die akademische Welt verlassen hatte, um Phil Sparrow zu werden, einen Tätowierer in Chicagos berüchtigter South State Street, arbeitete Steward eng mit Alfred Kinsey an dessen bahnbrechender Sexualforschung. In den frühen 1960er Jahren änderte Steward erneut seinen Namen und seine Identität, diesmal um unter dem Namen Phil Andros außerordentlich wortgewandte, optimistische Pro-Homosexuellen-Pornografie zu schreiben.
Bis heute ist er nur als Phil Sparrow bekannt - aber ein außergewöhnliches Archiv seiner Papiere, die seit seinem Tod 1993 verschollen waren, hat Justin Spring das Material für eine außergewöhnlich einfühlsame und brillant erhellende Biografie über sein Leben und seine Zeit geliefert. Mehr als nur die Geschichte eines bemerkenswerten Mannes, ist Justin Springs Secret Historian ein bewegendes Porträt des homosexuellen Lebens lange vor Stonewall und der Schwulenbefreiung.