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Bright Unbearable Reality: Essays
2022 National Book Awards Longlist für Sachbücher.
Essays einer in der Sowjetunion geborenen Schriftstellerin und ehemaligen Kriegsberichterstatterin über Migration, Vertreibung und die Hoffnung auf Verbundenheit in einer Zeit der emotionalen und geopolitischen Zerrüttung.
Anna Badkhen, die von der New York Review of Books als "Chronistin einer Welt in Bewegung" bezeichnet wurde, sucht nach dem, was uns in einer Zeit trennt und verbindet, in der jeder siebte Mensch seinen Geburtsort verlassen hat, während eine Pandemie die schlimmste Zeit des Bruchs in der Erinnerung der Menschheit bestimmt. Ihre neue Essay-Sammlung Bright Unbearable Reality umfasst elf Essays, die auf vier Kontinenten spielen - von Oklahoma bis Aserbaidschan - und durch einen gemeinsamen Faden der Verbundenheit und Sehnsucht verbunden sind.
In diesen Essays befasst sich Badkhen mit der conditio humana im Zeitalter einer solch beispiellosen Dislokation, erörtert die Rolle von Erinnerung und Staunen in unserer Beziehung zueinander und fragt, wie wir der Verzweiflung nüchtern und verantwortungsbewusst begegnen und weiterhin ein emotionales Vokabular gegen die Verderbtheit entwickeln - oder es uns zumindest vorstellen - können.
Das Thema der gesamten Sammlung ist die helle, unerträgliche Realität selbst, eine Übersetzung des griechischen Wortes enargeia, was, wie die Dichterin Alice Oswald sagt, bedeutet, "wenn Götter nicht in Verkleidung, sondern als sie selbst auf die Erde kommen".
Die Aufsätze umfassen:
In "The Pandemic, Our Common Story" (Die Pandemie, unsere gemeinsame Geschichte), das im Großen Grabenbruch in Äthiopien spielt, einem der Orte, an denen die Menschheit ihren Ursprung hat, erwischt der Ausbruch der globalen Pandemie Badkhen mitten auf seiner Reise und erforscht die menschliche Ausbreitung vor 160.000 Jahren und die Migration in der Neuzeit.
In "How to Read the Air", das hauptsächlich in Philadelphia spielt, blickt Badkhen auf die alten Griechen, um über unser Bedürfnis nach Sicherheit in einer Zeit rassistischer Gewalt, politischer Umwälzungen und Umweltkatastrophen nachzudenken.
Ways of Seeing" (Wege des Sehens) und der Titelessay Bright Unbearable Reality" (Helle unerträgliche Wirklichkeit) ringen mit den Komplikationen der Distanz und insbesondere der Vogelperspektive - der Beziehung zwischen physischer Distanz, Verständnis und Engagement.
In "Landscape with Icarus" wird untersucht, wie und warum Kinder verschwinden, während "Dark Matter" erforscht, wie uns Gewalt immer wieder überrumpelt.