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Henri Lefebvre on Space: Architecture, Urban Research, and the Production of Theory
In diesem innovativen Werk entwirft Lukasz Stanek eine einzigartige kontextbezogene Würdigung von Henri Lefebvres Idee, dass Raum ein soziales Produkt ist. Stanek setzt sich explizit sowohl mit den philosophischen als auch mit den empirischen Grundlagen von Lefebvres Werk auseinander, insbesondere mit seinem direkten Engagement in den Bereichen Stadtentwicklung, Planung und Architektur.
Entgegen der vorherrschenden Auffassung, die Lefebvres Raumtheorie auf eine Projektion seiner philosophischen Positionen reduziert, argumentiert Stanek, dass Lefebvres Werk aus seiner konkreten, empirischen Auseinandersetzung mit den alltäglichen Praktiken des Wohnens im Nachkriegsfrankreich und seinem Austausch mit Architekten und Planern entstanden ist. Stanek konzentriert sich auf die Interaktion zwischen Architektur, Urbanismus, Soziologie und Philosophie, die in den 1960er und 1970er Jahren in Frankreich stattfand und die durch eine Verschiebung der Urbanisierungsprozesse auf allen Ebenen, vom Viertel bis zur globalen Ebene, gekennzeichnet war. Das Denken von Lefebvre stand im Mittelpunkt dieser Begegnung, die sowohl seine Theorie des Raums als auch das Konzept der Globalisierung der Urbanisierung prägte.
Stanek bietet ein tieferes und klareres Verständnis des Denkens von Lefebvre und seiner Auswirkungen auf die heutige Zeit. In einer Zeit, in der Städte für unsere politische, räumliche und architektonische Welt immer wichtiger werden, schlägt diese Neubewertung eine neue empirische und praktische Interpretation von Lefebvres Ideen zum Urbanismus vor.