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Leavings
Berry ist immer prophetischer geworden... In den hier veröffentlichten Sabbaten von 2005-08 beklagt Berry wütend den Niedergang der Nation, der durch die Zerstörung des Landes und das Streben nach Reichtum und Macht verursacht wurde. Er sagt, dass wir uns darauf einstellen müssen, eine Zeit lang ohne Hoffnung zu leben, obwohl er gleich im ersten der Sabbate darum betet, neben der Hoffnung auch die Liebe nicht zu verlieren: "Hilf mir, bitte, / diese Kerze gegen den Wind zu tragen. Trotz Zorn und Bitterkeit erinnert und lehrt er oft auch die Schönheit und Angemessenheit der Schöpfung. Wenn er ein Jeremia ist, ist er auch ein David, der Psalmist." -- Booklist
Keiner schreibt wie Wendell Berry. Ob Essay, Roman, Geschichte oder Gedicht, seine unnachahmliche Stimme klingt wahrhaftig, so natürlich wie das Land, das er seit über 40 Jahren in Kentucky bewirtschaftet.
Nach dem viel gelobten Given bietet diese neue Sammlung eine meisterhafte Mischung aus Epigrammen, Elegien, Lyrik und Briefen sowie gelegentlich einem kurzen Liebesgedicht. Abwechselnd amüsiert, empört und resigniert, ist Berrys willkommene Stimme die Konstante in dieser abwechslungsreichen Mischung. Das Buch schließt mit einer neuen Reihe von Sabbat-Gedichten, die aus Berrys sonntäglichen Morgenspaziergängen der Meditation und Beobachtung hervorgegangen sind.
Berrys Themen spiegeln sein Leben wider: Freunde, Familie, die Farm, die Natur um uns herum und in uns. Er spricht stark für sich selbst und manchmal für das verlorene Herz des Landes. Da er acht Jahrzehnte lang Zeugnis für die Welt abgelegt hat, ist das, was er uns jetzt in dieser Gedichtsammlung bietet, von unvergleichlichem Wert.