
Hobbes and the Democratic Imaginary
In einer Zeit, in der sich fast alle politischen Akteure und Beobachter - ungeachtet der Art ihrer normativen Verpflichtungen - moralisch auf die Sprache der Demokratie berufen, ist die besondere Bedeutung des Begriffs unklar geworden.
Hobbes und das demokratische Imaginäre argumentiert, dass eine kritische Auseinandersetzung mit verschiedenen Elementen des Werks von Hobbes, einem notorischen Kritiker der Demokratie, unser Verständnis für die Probleme, Einsätze und die Ethik des demokratischen Lebens vertiefen kann. Erstens zeigt Hobbes' beschreibende Anatomie der demokratischen Souveränität, was angesichts der begrifflichen Verwirrung, die die zeitgenössische Verwendung demokratischer Terminologie kennzeichnet, für die Institution dieser Regierungsform wesentlich ist.
Zweitens weist Hobbes' Kritik an den Mechanismen der Demokratie auf bestimmte grundlegende politische Risiken hin, die mit ihrer Funktionsweise verbunden sind. Und drittens zeigt Christopher Holman, wie die selektive Umwidmung bestimmter Hobbes'scher Kategorien entgegen Hobbes' eigenen Absichten dazu beitragen könnte, eine normative Grundlage zu schaffen, auf der die Demokratie die ethische Wahl gegenüber anderen Herrschaftsformen ist.