Bewertung:

Geoffrey Bermans Buch „Holding the Line“ gibt einen detaillierten Einblick in seine Erfahrungen als US-Staatsanwalt für den südlichen Bezirk von New York und berichtet von bedeutenden Fällen und den Herausforderungen, die die politische Einmischung während der Trump-Regierung mit sich bringt. Es unterstreicht die Bedeutung der Integrität innerhalb des Justizsystems und beleuchtet die Zerbrechlichkeit der Demokratie.
Vorteile:Das Buch ist gut geschrieben und bietet einen fesselnden Blick hinter die Kulissen hochkarätiger Fälle. Es wird gelobt für seine aufschlussreichen Kommentare zum Justizsystem, die Klarheit bei der Erläuterung von Prozessabläufen und den Fokus auf Integrität und die ethischen Pflichten von Staatsbediensteten. Die Leser schätzen die persönliche Perspektive des Autors und die Fähigkeit des Buches, diejenigen aufzuklären, die mit den komplexen juristischen Zusammenhängen nicht vertraut sind.
Nachteile:Einige Leser fanden das Buch enttäuschend und schlecht strukturiert und bemängelten, dass es an Tiefe und Details zu wichtigen Fällen mangelt. Einige Kritiker bemängelten die Qualität des Textes und empfanden ihn als zu einfach, was darauf hindeutet, dass die Leser die Insider-Perspektive nicht so gehaltvoll wie erwartet finden könnten.
(basierend auf 117 Leserbewertungen)
Holding the Line: Inside the Nation's Preeminent Us Attorney's Office and Its Battle with the Trump Justice Department
Während meiner gesamten Amtszeit als US-Anwalt verlangte Trumps Justizministerium immer wieder, dass ich mein Amt nutze, um sie politisch zu unterstützen, und ich lehnte immer wieder ab - auf eine Art und Weise, die gerade taktvoll genug war, um mich vor einer Entlassung zu bewahren. Zweieinhalb Jahre lang habe ich diesen Drahtseilakt vollzogen. Irgendwann riss das Seil." - aus Holding the Line
Eine mahnende Geschichte darüber, wie politische Kräfte das Streben nach Gerechtigkeit untergraben können. - Barbara McQuade, The Washington Post
Die fesselnden und brisanten Memoiren über ihre Tätigkeit als US-Staatsanwältin für den südlichen Bezirk von New York, angesichts der Versuche des Justizministeriums, Trumps Freunde zu schützen und seine Feinde zu bestrafen.
Der Aufstieg in die Führungsrolle des US-Staatsanwalts für den südlichen Distrikt, der Manhattan und mehrere Bezirke im Norden umfasst, ist ein Höhepunkt jeder juristischen Karriere: Es bedeutet, ein Team der besten Anwälte Amerikas bei der Auswahl und dem Gewinn von Fällen zu leiten, die oft globale Bedeutung haben. Geoffrey Berman hatte die Ehre, 2018 von Donald Trump für diese Aufgabe ausgewählt zu werden. Die Art und Weise, wie Trump seinen Vorgänger Preet Bharara abgesetzt hatte, war beunruhigend, aber die Behörde war für ihre Unabhängigkeit bekannt. Sicherlich konnte er es schaffen.
Damit begann eine der turbulentesten zweieinhalb Jahre in der über zweihundertdreißigjährigen Geschichte des Amtes. Fast sofort sah sich Berman gezwungen, sich gegen die eklatanten Bemühungen des Trump-Justizministeriums zu wehren, schwache Fälle gegen politische Gegner vor Gericht zu bringen und lohnende Fälle, die Verbündete und Trump selbst in Verruf zu bringen drohten, zu zerschlagen. Als Bill Barr Generalstaatsanwalt wurde, hoffte und glaubte Berman, dass die Dinge besser werden würden, aber stattdessen wurden sie viel schlimmer. Das Herzstück von "Holding the Line" ist sein noch nie veröffentlichter Bericht darüber, wie weit Barr ging, um die Unabhängigkeit des Amtes zu untergraben, und wie weit Berman gehen musste, um sie zu bewahren. Schließlich hatten Trump und Barr die Nase voll von Bermans Prinzipien und feuerten ihn kurzerhand, obwohl er sich weigerte, stillschweigend zu gehen, und Barr daran hinderte, jemanden zu installieren, der vielleicht gefügiger wäre. Bermans entschlossenes Eintreten für die Werte der Unabhängigkeit der Staatsanwaltschaft, ohne Furcht oder Gefälligkeit, machte ihn für alle, die diese Werte teilen, zum Helden.
Holding the Line erzählt auch von der bemerkenswerten Fallarbeit des Southern District in Bermans Zeit dort, einschließlich der Zerschlagung der berüchtigten Sexhändler Jeffrey Epstein und Lawrence Ray, von Big-Pharma-Führungskräften und bösartigen Verbrechersyndikaten sowie der Rückführung von Nazi-geliebter Kunst. Diese Geschichten sind an sich schon fesselnd und zeigen den Korpsgeist, der den Southern District so besonders macht, und den Einsatz, den Berman beim Schutz seiner Integrität gegen alle Feinde, bis hin zum Generalstaatsanwalt und dem Präsidenten der Vereinigten Staaten, spürte.