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Hollywood Hates Hitler!: Jew-Baiting, Anti-Nazism, and the Senate Investigation Into Warmongering in Motion Pictures
Im September 1941 machte sich eine Handvoll isolationistischer Senatoren daran, Hollywood der Kriegshetze zu überführen. Die Vereinigten Staaten waren in der Frage eines möglichen Kriegseintritts in Europa weitgehend uneins, doch die Einwanderermogule in Hollywood waren sich der Lage in Europa sehr wohl bewusst.
Nach der Kristallnacht wurden die Handschuhe ausgezogen. Warner Bros. brachte 1939 mit Confessions of a Nazi Spy den ersten direkten Anti-Nazi-Film heraus.
Andere Studios folgten mit Filmen wie The Mortal Storm (MGM), Man Hunt (Fox), The Man I Married (Fox) und The Great Dictator (United Artists). Obwohl diese Filme nur einen kleinen Prozentsatz der Hollywood-Produktion ausmachten, nahmen die Senatoren die Juden in Hollywood ins Visier, die angeblich "uns für den Krieg aufhetzen" und leiteten eine Untersuchung ein, die in der Senatsresolution 152 mündete. Die Resolution richtete sich sowohl gegen das Radio als auch gegen Filme, die "in großem Umfang zu Propagandazwecken eingesetzt wurden, um die öffentliche Meinung in Richtung einer Teilnahme am europäischen Krieg zu beeinflussen".
Als der Senat einen Unterausschuss einsetzte, um die Absichten dieser Filme zu untersuchen, waren die Studiobosse bereit, sich gegen die Regierung zu stellen, um ihre geliebte Industrie zu verteidigen. Was folgte, war eine völlige Blamage für den Senat der Vereinigten Staaten und ein großer Sieg für Hollywood und die Redefreiheit. Viele Werke zur amerikanischen Filmgeschichte gehen nur oberflächlich auf die Untersuchung von Hollywood im Jahr 1941 ein.
In Hollywood hasst Hitler! Jew-Baiting, Anti-Nazism, and the Senate Investigation into Warmongering in Motion Pictures (Judenhass, Anti-Nazismus und die Senatsuntersuchung zur Kriegstreiberei in Kinofilmen) untersucht der Autor Chris Yogerst die Jahre vor und während der Senatsuntersuchung zur Kriegspropaganda in Kinofilmen und schildert die Beziehung der isolationistischen Senatoren zur America-First-Bewegung. Anhand von Primärdokumenten und ausführlichen Kongressakten zeichnet Yogerst ein Bild der täglichen Ereignisse der Untersuchung sowohl auf dem Capitol Hill als auch in der nationalen Presse.