Bewertung:

Das Buch untersucht den Einfluss von Hollywood-Figuren auf die amerikanische Politik und konzentriert sich dabei auf zehn einflussreiche Persönlichkeiten sowohl der Linken als auch der Rechten. Es erörtert historische politische Zusammenhänge wie den McCarthyismus und beschreibt detailliert, wie diese Personen die politische Wahrnehmung und die Bewegungen im Laufe der Zeit geprägt haben.
Vorteile:Die Recherche ist gründlich und detailliert und bietet faszinierende Einblicke in den politischen Einfluss Hollywoods. Viele Leser fanden die Erzählung klar und fesselnd. Das Buch bietet eine ausgewogene Sichtweise, indem es Figuren aus beiden politischen Spektren behandelt und einen überzeugenden historischen Kontext enthält.
Nachteile:Einige Leser waren der Meinung, dass die politische Ausrichtung des Autors zu stark nach links tendierte und die Interpretation der Erfolge und Misserfolge politischer Persönlichkeiten beeinträchtigte. Kritisiert wurde auch, dass das Buch etwas langatmig sei und es an einer prägnanteren Darstellung seiner Punkte mangele.
(basierend auf 7 Leserbewertungen)
Hollywood Left and Right: How Movie Stars Shaped American Politics
In Hollywood Left and Right erzählt Steven J. Ross eine Geschichte, die der öffentlichen Aufmerksamkeit entgangen ist: die Entstehung Hollywoods als vitales Zentrum des politischen Lebens und die wichtige Rolle, die Filmstars bei der Gestaltung des Verlaufs der amerikanischen Politik gespielt haben.
Seit sich die Filmindustrie Anfang des 20. Jahrhunderts in Hollywood angesiedelt hat, hat sie einen übergroßen Einfluss auf die amerikanische Politik ausgeübt. Anhand überzeugender überlebensgroßer Figuren des amerikanischen Kinos - Charlie Chaplin, Louis B. Mayer, Edward G. Robinson, George Murphy, Ronald Reagan, Harry Belafonte, Jane Fonda, Charlton Heston, Warren Beatty und Arnold Schwarzenegger - zeigt Hollywood Left and Right, dass das Engagement der Filmindustrie in der Politik länger, tiefer und vielfältiger ist, als die meisten Menschen sich vorstellen können. Wie in abwechselnden Kapiteln gezeigt wird, erlangten die Linken und die Rechten zu unterschiedlichen Zeiten die Vorherrschaft in Tinseltown. Von Chaplin, der in seinen Filmen fast immer seine linken Überzeugungen zum Ausdruck brachte, bis hin zu Schwarzeneggers fast nahtlosem Übergang von Action-Blockbustern zum Gouverneurssitz in Kalifornien zeichnet Steven J. Ross die Überschneidung von Hollywood und politischem Aktivismus vom frühen zwanzigsten Jahrhundert bis in die Gegenwart nach.
Hollywood Left and Right stellt die weit verbreitete Meinung in Frage, dass Hollywood schon immer eine Bastion des Liberalismus war. Die wahre Geschichte ist, wie Ross in diesem leidenschaftlichen und unterhaltsamen Werk zeigt, viel komplizierter. Erstens hat Hollywood eine längere Geschichte des Konservatismus als des Liberalismus. Zweitens, und das ist das Überraschendste: Während die Hollywood-Linke in der Regel lauter und sichtbarer war, hatte die Rechte einen größeren Einfluss auf das politische Leben in den USA, indem sie einen Senatssitz (Murphy), ein Gouverneursamt (Schwarzenegger) und schließlich die Präsidentschaft (Reagan) errang.