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Timber and Forestry in Qing China: Sustaining the Market
In der Qing-Zeit (1644-1912) verdreifachte sich die Bevölkerung Chinas, und die rasante Entwicklung führte zu einer beispiellosen Nachfrage nach Holz. In den gängigen Umweltgeschichten wurde diese Zeit oft als eine Ära der rücksichtslosen Abholzung dargestellt, ähnlich wie der Ressourcenmissbrauch, der zur gleichen Zeit die europäischen Wälder verwüstete.
Diese umfassende neue Studie zeigt, dass die Realität vielschichtiger war: Während alte Wälder abgeholzt wurden, entstanden neue wirtschaftliche Arrangements zur Erschließung erneuerbarer Holzressourcen. Die Historikerin Meng Zhang zeichnet die Handelswege nach, die die Bevölkerungszentren des unteren Yangzi-Deltas mit den Holzvorräten an der südwestlichen Grenze Chinas verbanden. Sie dokumentiert innovative Eigentumsrechtssysteme und wirtschaftliche Anreize, die Landbesitzer davon überzeugten, jahrelang in den Anbau von Bäumen zu investieren.
Sie stöbert in seltenen Archiven, um die Geschichte der Unternehmen zu rekonstruieren, und betrachtet sowohl die formalen rechtlichen Mechanismen als auch die informellen Interaktionen, die dazu beitrugen, wirtschaftlichen Profit und Umweltmanagement in Einklang zu bringen. Von entscheidender Bedeutung waren Fragen der Nachhaltigkeit: Wie kann man eine zuverlässige Holzquelle über Jahrzehnte und Jahrhunderte hinweg aufrechterhalten? Und wie kann man ein Geschäftsnetz über tausend Meilen hinweg aufrechterhalten? Diese sorgfältig aufgebaute Studie leistet einen wichtigen Beitrag zur chinesischen Wirtschafts- und Umweltgeschichte und zu weltgeschichtlichen Diskursen über Ressourcenmanagement, frühe moderne Kommerzialisierung und nachhaltige Entwicklung.